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Pompeo wirft Russland massiven Cyberangriff auf US-Behörden vor

© AFP 2021 / JASON LEYSNERUS-Außenminister Mike Pompeo
US-Außenminister Mike Pompeo - SNA, 1920, 19.12.2020
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Das Ausmaß der großangelegten Hackerangriffe auf mehrere US-Regierungsbehörden tritt immer mehr zutage. Der Außenminister der Vereinigten Staaten, Mike Pompeo, hat bereits Russland für die Angriffe verantwortlich gemacht.
Die Täter hätten mit großem Aufwand versucht, über die Software eines Drittanbieters auf das IT-System der Regierung zuzugreifen, sagte Pompeo am Freitag in einer Radiosendung.

„Wie sich nun herausstellt, sind davon auch die IT-Systeme von Privatunternehmen und von Regierungen auf der ganzen Welt betroffen. Das war ein sehr großer Aufwand und wir können jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Russen diese Handlungen vorgenommen haben“, so Pompeo weiter.

In dem Radiointerview äußerte er sich unter anderem dazu, wer seiner Ansicht nach der Feind der USA sei. „Ich werde ständig danach gefragt, wer unser Feind ist, und die Anwort lautet wie folgt: Es gibt viele, die unsere Lebensweise, unsere Republik und unsere demokratischen Grundprinzipien untergraben wollen. Russland gehört definitiv dazu.“
Washington hatte in der vergangenen Woche einen offenbar monatelang andauernden Cyberangriff auf mehrere Behörden öffentlich gemacht. Laut der Cyber-Sicherheitsbehörde Cisa richteten sich die Attacken gegen das Finanz-, das Heimatschutz-, das Außen-, das Landwirtschafts- und das Handelsministerium sowie die National Institutes of Health.
Nach Angaben des Magazins „Politico“ drangen Hacker auch in mehrere Abteilungen des Energieministeriums ein, darunter die National Nuclear Security Administration (NNSA), die die Aufsicht über das amerikanische Atomwaffen-Arsenal hat, sowie die Federal Energy Regulatory Commission (FERC), die einen Teil des nationalen Stromnetzes überwacht.
Cisa warnte am Donnerstag vor einem „ernst zu nehmenden Risiko“. Die spätestens im März begonnene Attacke sei durch einen „fortgeschrittenen, hartnäckigen“ Akteur erfolgt, erklärte die Sicherheitsbehörde. Die Angreifer hätten „Ausdauer, operative Sicherheit und komplexe Fähigkeiten“ gezeigt. Die Abwehr der Hacker sei „hochgradig komplex und herausfordernd“.
US-Medien hatten bereits über Verbindungen der Hacker zum russischen Geheimdienst berichtet. Moskau wies die Vorwürfe zurück.

Über Schadsoftware eingedrungen

Wie es heißt, nutzten die Angreifer eine Schadsoftware, die bei Updates des Programmes der texanischen Firma Solarwinds aktiv wurde. Zu den Kunden von Solarwinds gehören Regierungseinrichtungen und Unternehmen. Von den Angriffen sollen rund 18.000 Kunden betroffen sein.
Auch der Softwarekonzern Microsoft gehört zu den Nutzern des Programms und gab mehr als 40 betroffene Kunden an, die meisten von ihnen seien in den USA. Nach Angaben des Unternehmens gab es aber auch Opfer des Cyberangriffs in Belgien, Großbritannien, Israel, Mexiko, Kanada, Spanien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Es handele sich nicht um „gewöhnliche Spionage“, erklärte Microsoft-Präsident Brad Smith. Der Angriff habe eine „ernsthafte technologische Verwundbarkeit für die USA und die Welt“ zur Folge.
Das Weiße Haus - SNA, 1920, 18.12.2020
USA verhängen neue Sanktionen gegen Russland
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