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Keine Beatmung für Impfgegner! Ethikrat-Mitglied fordert harte Konsequenzen

© REUTERS / CALLAGHAN O'HAREEin Covid-19-Patient wird mit einem Beatmungsgerät behandelt
Ein Covid-19-Patient wird mit einem Beatmungsgerät behandelt - SNA, 1920, 19.12.2020
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In gut einer Woche geht in Deutschland die Impfkampagne los. Viele Bürger haben in Umfragen die Bereitschaft bekundet, sich impfen zu lassen. Allerdings gibt es auch erklärte Impfgegner. Nach Ansicht von Ethikrat-Professor Wolfram Henn sollten Letzere im Falle einer Covid-19-Erkrankung folglich auf die notwendige Behandlung verzichten.
„Wer partout das Impfen verweigern will, der sollte, bitte schön, auch ständig ein Dokument bei sich tragen mit der Aufschrift: Ich will nicht geimpft werden! Ich will den Schutz vor der Krankheit anderen überlassen! Ich will, wenn ich krank werde, mein Intensivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen“, schreibt das Mitglied des Ethikrats der Bundesregierung in einem Brandbrief nach Angaben der „Bild“.
Der Humangenetiker zeigte ferner Verständnis für die grundlegende Skepsis, betonte jedoch, dass offene Fragen an Experten gerichtet sein sollten. Er räumte ebenso mit Vorurteilen auf. „Forscher weltweit haben mit riesigem Aufwand das Tempo erhöht, aber nicht auf Kosten der Sicherheit.“ Eine Impfpflicht wird es laut Henn aber nicht geben.
An Verschwörungsideologen und Impfgegner richtete er eine klare Botschaft: „Diesen Panikmachern empfehle ich dringend, mal ins nächste Krankenhaus zu gehen und ihre Verschwörungstheorien den Ärzten und Pflegern zu präsentieren, die gerade völlig ausgepowert von der überfüllten Intensivstation kommen.“

Impfungen ab 27. Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterzeichnete am Freitag eine Verordnung, die den Rahmen für den Start von Impfungen schafft. Grundsätzlichen Anspruch darauf haben alle Menschen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Deutschland. Festgelegt wird aber, dass Bund und Länder vorhandenen Impfstoff in einer festgelegten Reihenfolge einsetzen sollen.
Ältere über 80 Jahre, Bewohner und Personal in Pflegeheimen sollen zuerst zum Zug kommen, wenn die Impfungen wie geplant am 27. Dezember anlaufen können. Andere Menschen bat Spahn wegen der zunächst begrenzten Impfstoffmengen um Geduld.
Laufen sollen die Impfungen noch nicht über Arztpraxen, sondern über mehr als 400 regionale Impfzentren in den Ländern. Dort angedockte mobile Impftrupps sollen in Heime gehen – oder auch zu Hochbetagten und Pflegebedürftigen nach Hause, wie Spahn erläuterte.
Der Gesundheitsminister kündigte in dem Zusammenhang „fließende Übergange“ zwischen den Stufen an. Nach sehr starker Priorisierung zu Beginn erwartet er immer zahlreicheren Impfstoff und neue Zulassungen – etwa des Serums der Firma Moderna. Im ersten Quartal wird mit elf bis 13 Millionen Impfdosen gerechnet.
ältere Frau (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.12.2020
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