Zulassung in Deutschland: Bundesnetzagentur teilt SpaceX Frequenzen für Satelliten-Internet

© AFP 2022 / HANDOUTEine SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 auf der Startanlage in Cape Canaveral, US-BUndesstaat Florida.
Eine SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 auf der Startanlage in Cape Canaveral, US-BUndesstaat Florida. - SNA, 1920, 18.12.2020
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat dem US-Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk Funkfrequenzen für das Satellitensystem Starlink zugeteilt.
Starlink ist ein von SpaceX geplantes weltumspannendes Satellitennetzwerk, das das mobile Hochgeschwindigkeitsinternet weltweit zugänglich machen soll. Das Projekt wurde am 22. Februar 2018 ins Leben gerufen, als eine Falcon 9-Rakete zwei Prototypsatelliten Tintin A und B in die Umlaufbahn brachte.

Wir haben die frequenzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit in Deutschland breitbandiges Internet über Satellit angeboten werden kann“, zitiert die Deutsche Pressse-Agentur den BNetzA-Chef, Jochen Homann.

Es handele sich um die erste Zuteilung von Frequenzen für eine sogenannte Satelliten-Mega-Konstellation mit einer sehr hohen Anzahl erdnaher, umlaufender Satelliten, sagte er am Freitag.
Wegen der Neuartigkeit des Systems sei die Frequenzzuteilung zunächst auf ein Jahr befristet, um bei der längerfristigen Genehmigung falls nötig Anpassungen vornehmen zu können, hieß es.
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Mit Starlink sollen satellitengestützte breitbandige Internet-Dienste mit ähnlichen Reaktionszeiten (Latenz) wie in terrestrischen Netzen möglich sein.
Derzeit befinden sich laut Netzagentur 800 Starlink-Satelliten auf einer Erdumlaufbahn. Im Endausbau seien mehr als 4400 Satelliten geplant. Neben den Frequenzen für das Satellitenfunknetz habe Starlink Frequenzen für mehrere Erdfunkstellen in Deutschland erhalten, die als Gateways den Übergang und die Verbindung mit dem Internet sicherstellen sollen.
Die Zuteilung enthalte Regelungen, die den störungsfreien Betrieb anderer Anwendungen im gleichen und benachbarten Frequenzbereich sicherstellten, unter anderem mit dem Richtfunk, der Radioastronomie und geostationären Satellitenanwendungen.
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