Neue Frist bei Brexit-Handelspakt, Aufenthalte in Restaurants erhöhen Corona-Infektionsrisiko

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 18.12.2020
Saarlands Ministerpräsident rechnet mit Lockdown-Verlängerung; Steigende Zahlen bei Ausreizen der Kontakte; US-Arzneibehörde empfiehlt Moderna-Impfstoff; Aufenthalte in Restaurants erhöhen Corona-Infektionsrisiko; Neue Frist bei Brexit-Handelspakt; Biden Negativ getestet
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

Saarlands Ministerpräsident rechnet mit Lockdown-Verlängerung

Lockdown in Deutschland - SNA, 1920, 17.12.2020
„Keine geeignete langfristige Strategie“: Kassenärzte-Chef rechnet mit Scheitern von hartem Lockdown
Der bis zum 10. Januar verhängte Lockdown reicht nach Ansicht des saarländischen CDU-Ministerpräsidenten Tobias Hans womöglich nicht aus. Die Menschen in Deutschland müssten sich auch für die Zeit danach noch auf gleichbleibend harte Einschränkungen einstellen, sagte Hans der dpa. Sein Gefühl sei, dass es mit diesem Lockdown über den 10. Januar hinausgehen werde. Weihnachten und Silvester könnten negative Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben. Mit Blick auf den Januar sagte Hans, da werde es mit Sicherheit zu früh sein, um großflächig zu lockern. Die Maßnahmen bräuchten eben eine Zeit, bis sie wirkten. Es sei sogar eine Option, zu verschärfen. Auch das nächste Jahr werde noch komplett von Corona geprägt sein.

Steigende Zahlen bei Ausreizen der Kontakte

Berliner Wissenschaftler warnen davor, die Corona-Regeln über Weihnachten und Silvester immer wieder neu auszureizen. Selbst wenn die Bevölkerung weitgehend auf private Treffen an den Feiertagen verzichten würde, werde es mindestens bis zum Frühjahr dauern, bis die Kontaktnachverfolgung wieder in vollem Umfang greifen könne, erklärte der Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin. Sollten man an den Feiertagen die Regeln ausreizen, so dass sich über mehrere Tage immer wieder fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, werden die Infektionszahlen deutlich steigen und nicht sinken. Im schlimmsten der drei berechneten Szenarien, wenn die Menschen neben den Weihnachtstagen auch an Silvester vermehrt Kontakt haben, rechnen die Wissenschaftler mit dem Erreichen der Kapazitätsgrenzen der Krankenhäuser und einer mutmaßlichen Verlängerung des Lockdowns.

US-Arzneibehörde empfiehlt Moderna-Impfstoff

Ein Beratungskreis der US-Arzneimittelbehörde FDA hat grünes Licht für den Corona-Impfstoff des US-Konzerns Moderna gegeben. Auf Basis der bisher verfügbaren Informationen seien die Vorteile des Präparats im Einsatz bei Menschen ab 18 Jahren größer als die Risiken, erklärten 20 Fachleute bei einem per Video-Schalte abgehaltenen Treffen. Es gab eine Enthaltung zu dieser Frage. Die Abstimmung gilt als wichtiges Signal für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs durch die FDA in den nächsten Tagen und einen möglichen Einsatz bereits Anfang nächster Woche.

Aufenthalte in Restaurants erhöhen Corona-Infektionsrisiko

Der Aufenthalt in einem Restaurant oder einer Bar erhöht das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Das haben französische Forscher mitgeteilt. Auch ein geselliges Beisammensitzen mit Gästen zum Abendessen erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung, sagten die Forscher vom Pasteur-Institut in Paris. Die Studie bestätigt Annahmen, wonach das gemeinsame Essen ein höheres Risiko birgt als etwa die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Einkaufen.

Neue Frist bei Brexit-Handelspakt

 EU-Kommissionschefin Ursula Von Der Leyen (Archiv) - SNA, 1920, 16.12.2020
„Die nächsten Tage werden entscheidend“: Von der Leyen sieht Fortschritte in Brexit-Gesprächen
Im Streit über einen Brexit-Handelspakt macht das Europaparlament Druck. Spätestens am Sonntag müsse ein Deal stehen, dann sei man bereit, zur Ratifizierung eine Sondersitzung Ende Dezember anzusetzen, forderte die Parlamentsspitze. Danach könne man den Deal nicht mehr vernünftig vor dem Jahresende prüfen, warnte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber. EU-Unterhändler Michel Barnier meldete auf Twitter gute Fortschritte in den Verhandlungen, aber auch letzte Stolpersteine.

Biden Negativ getestet

Der designierte US-Präsident Joe Biden ist nach Angaben seiner Sprecherin negativ auf das Coronavirus getestet worden. Anlass für den Test war demzufolge, dass sich zuvor ein Berater Bidens mit dem Virus infiziert hatte. Der Berater habe nach Definition der Seuchenbehörde CDC nicht in engem Kontakt mit Biden gestanden, sagt die Sprecherin.
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