Kohle immer unwichtiger in Deutschland – Gas und Erneuerbare wachsen

© SNA / Jewgeni JepantschinzewSteinkohle
Steinkohle - SNA, 1920, 18.12.2020
Die Kohle verliert als Energieträger in Deutschland weiter an Bedeutung. Gründe sind unter anderem die Schließung der Steinkohlegruben, die sinkenden Importe sowie die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien. Das geht aus dem Energiebericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover für das Jahr 2019 hervor.

„Wir beobachten für Deutschland sowohl bei der Braun- als auch bei der Steinkohle einen signifikanten Rückgang der Förderung und des Verbrauchs von jeweils rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, sagte BGR-Experte Sandro Schmidt laut dpa.

Neben der Schließung der letzten deutschen Steinkohlegruben Ende 2018 habe hier auch ein Rückgang der Steinkohleimporte um zehn Prozent eine Rolle gespielt. Außerdem sei wegen des Ausbaus der Wind- und Solarenergie sowie des verstärkten Einsatzes von Erdgas auch weniger Stein- und Braunkohle in der Stromerzeugung eingesetzt worden.
Der Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch in Deutschland stieg laut BGR-Angaben leicht auf 15 Prozent. Der Großteil geht demnach aber weiterhin auf fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas zurück. Dagegen wird die Stromerzeugung schon zu 42 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern abgedeckt.
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