Deutsche Fregatte kehrt nach Mittelmeer-Einsatz zurück

© REUTERS / Ahmed JadallahDeutsche Fregatte „Hamburg“ (Archivfoto)
Deutsche Fregatte „Hamburg“ (Archivfoto) - SNA, 1920, 18.12.2020
Nach ihrem rund vier Monate langen Einsatz im Mittelmeer kehrt die deutsche Fregatte „Hamburg“ an diesem Sonntag in die Heimat zurück. Im Mittelmeer hatte die „Hamburg“ an einer EU-Operation zur Kontrolle des UN-Waffenembargos gegen Libyen teilgenommen.
Das Einlaufen im Marinestützpunkt in Wilhelmshaven sei gegen 10.00 Uhr geplant, sagte Kommandant Jan Fitschen der Deutschen Presse-Agentur. Entgegen den ursprünglichen Planungen werde wegen der strengen Corona- Beschränkungen aber kein Empfang der Besatzung auf der Pier möglich sein.
Die „Hamburg“ hatte seit August im Rahmen der EU-Operation „Irini“ Frachtschiffe kontrolliert, die im Mittelmeer in Richtung Libyen unterwegs sind. Die mehr als 200 deutschen Soldaten an Bord stoppten unter anderem einen Tanker, der illegal Kerosin in das Bürgerkriegsland bringen sollte.
„Rückblickend kann ich sagen, dass wir eine sehr ereignisreiche und schöne Zeit im Einsatz hatten“, sagte Fitschen im Gespräch mit der dpa.
Der Beitrag zur EU-Operation sei entgegen den ursprünglichen Erwartungen mehr als nur symbolisch gewesen.
Besonders war der Einsatz vor allem auch aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. So durften die deutschen Soldaten bei Hafenaufenthalten nicht wie sonst das Schiff verlassen, um ein Einschleppen des Virus zu verhindern.
Unter dem Strich habe man es auf dem Schiff aber gar nicht so schlecht gehabt, sagte Fitschen. „Wir mussten keine Masken tragen, wir durften gemeinsam essen, wir durften Feierlichkeiten in größerem Rahmen machen.“ Diese Freiheiten habe man derzeit in Deutschland nicht.
Die Bundeswehr unterstützt die Operation „Irini“ derzeit wieder mit einem Seefernaufklärungsflugzeug des Typs P-3C Orion. Ziel des Einsatzes ist die Stabilisierung des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes sowie die Unterstützung des UN-geführten politischen Friedensprozesses. Neben Waffenschmuggel soll dabei auch Öl- und Kraftstoffschmuggel verhindert werden.
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