„Wir fangen bei besonders Gefährdeten an“: Spahn zu Reihenfolge bei Corona-Impfung

© REUTERS / DANIEL KARMANNEin Corona-IMpfzentrum in Nürnberg
Ein Corona-IMpfzentrum in Nürnberg - SNA, 1920, 18.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat an die Impfbereitschaft der Deutschen appelliert und die Bedeutung des Impfens für die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie hervorgehoben. Gleichzeitig bat er die Bevölkerung um Geduld und Verständnis: Als Erste müssten die Höchstbetagten und Pflegebedürftigen vakziniert werden.
„Das Impfen ist der Weg raus aus der Pandemie“, betonte der CDU-Politiker am Freitagmorgen im ZDF-„Morgenmagazin“.
Gleichzeitig warb er um Verständnis dafür, dass nicht alle sofort eine Impfung bekommen könnten.

„Wir fangen jetzt mit den über 80-Jährigen, den Höchstbetagten, den Pflegebedürftigen und denjenigen, die sie pflegen und betreuen, an“, äußerte der Minister.

Diese Gruppe sei schon so groß, dass dies in den kommenden Wochen das Impfgeschehen in Deutschland prägen werde. Es gehe zunächst einmal in einer Gemeinschaftsanstrengung um den Schutz der besonders Verwundbaren.
Bundeskanzlerin Angela Merkel  - SNA, 1920, 16.12.2020
Foto verrät Details: Merkels geheime Impf-Liste enthält 14 Kategorien

Alle anderen muss ich einfach weiter um Geduld bitten: Bitte nicht ab dem 27. alle gleich schon irgendwie einen Termin zu bekommen versuchen“, mahnte er. „Wir fangen erst mal bei denjenigen an, die besonders gefährdet sind.“

„Die hohen Todeszahlen haben wir genau in dieser Altersgruppe“, argumentierte Spahn. Das Impfgeschehen werde bei denen gestartet, für die eine Impfung „wirklich zusätzliche Gesundheit“ und „sogar zusätzliche Lebensjahre eben bringt“. Diese Herangehensweise habe auch die Ständige Impfkommission hergeleitet, so Spahn.

Spahn stellt Impfverordnung vor

Angesichts der Veröffentlichung der Corona-Impfverordnung verteidigte Spahn bei seinem Interview auch die Abweichungen von den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko).
„Durch die Einordnung in drei Gruppen ist eine gewisse Flexibilität vor Ort möglich“, sagte er. An der Reihenfolge, in der Bürger Impfungen erhalten können, habe sich jedoch nichts geändert, auch an der „Definition der Gruppen“. „Das haben wir zu 99 Prozent übernommen“, versicherte er. Die Stiko hatte fünf Kategorien vorgeschlagen.
Impfstoff von Moderna - SNA, 1920, 18.12.2020
US-Arzneimittelbehörde erteilt Moderna-Impfstoff Notfallzulassung – Medien
Spahn will in einer Pressekonferenz am Freitag ab 11.00 Uhr die Impfverordnung vorstellen, mit der festgelegt wird, wer in Deutschland zuerst Anspruch auf eine Impfung gegen das Coronavirus hat. EU-weit sollen die Impfungen mit dem von der Mainzer Firma Biontech und deren US-Partner Pfizer entwickelten Impfstoff laut Spahn am 27. Dezember starten.
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