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Auto-Angriff auf Rosenmontagsumzug in Hessen: Mann wegen versuchten Mordes angeklagt

© AFP 2021 / Hessischer Rundfunk Das Auto, mit dem der Angriff auf den Rosenmontagsumzug im Volkmarsen verübt wurde.
Das Auto, mit dem der Angriff auf den Rosenmontagsumzug im Volkmarsen verübt wurde. - SNA, 1920, 18.12.2020
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Nach der Attacke mit einem Auto auf den Rosenmontagsumzug im hessischen Volkmarsen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Dem Mann wird versuchter Mord in 91 Fällen und gefährliche Körperverletzung in 90 Fällen zur Last gelegt. Darüber berichtet die DPA.
Wie die Anklagebehörde am Freitag mitteilte, soll der 30-Jährige bewusst und ungebremst mit 50 bis 60 Stundenkilometern in die Menge von Teilnehmern und Zuschauern gefahren sein, um Menschen zu töten. Zahlreiche Menschen, darunter viele Kinder, waren bei der Tat am 24. Februar zum Teil schwer verletzt worden.
Durch die Zusammenstöße mit dem Fahrzeug seien insgesamt 90 Menschen teilweise schwer verletzt worden, 20 hätten stationär und teilweise intensivmedizinisch in Krankenhäusern behandelt werden müssen. Ein weiteres potenzielles Opfer habe sich rechtzeitig mit einem Sprung zur Seite retten können und sei unverletzt geblieben.
„Eine Vielzahl weiterer Menschen soll durch die Tat traumatisiert und erheblich psychisch beeinträchtigt worden sein“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Wollte seine Tat aufzeichnen

Die Tat sei geplant gewesen. Der 30-Jährige habe sein Fahrzeug am Vortag des Rosenmontagsumzugs so geparkt, dass eine Einfahrt in den abgesperrten Bereich möglich gewesen sei. Er habe eine Kamera eingebaut, um das Tatgeschehen aufzuzeichnen.
Das Motiv ist weiter unklar, von einem politischen oder religiösen Hintergrund geht die Generalstaatsanwaltschaft nicht aus. Der 30-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, habe sich bislang nicht geäußert. Er stand den Angaben zufolge weder unter dem Einfluss von Alkohol noch von Medikamenten oder Betäubungsmitteln. Zu den Vorwürfen gegen ihn gehört auch gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Der Prozess soll vor dem Landgericht Kassel stattfinden.
Polizei in Deutschland (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.12.2020
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