Sachsen erwägt Abriegelung von Corona-Hotspots, Twitter will Falschmeldungen zu Impfungen löschen

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 17.12.2020
Sachsen erwägt Abriegelung von Corona-Hotspots; Keine Rücksicht auf Impfverweigerer; Drohnen-Bewaffnung ist notwendig und geboten sagt Wehrbeauftragte; Twitter will Falschmeldungen zu Impfungen löschen; Amnesty weist auf Polizeigewalt im Kampf gegen Corona hin; Allergische Reaktion auf Corona-Impfung in Alaska
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

Sachsen erwägt Abriegelung von Corona-Hotspots

Sachsen prüft nach Medienberichten drastischere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen. Nach Angaben von „Bild“ und „Freie Presse“ erwägt die Landesregierung, Kommunen mit einer besonders angespannten Corona-Lage von der Außenwelt abzuriegeln. Zudem könnten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen verschärft werden. Die Einwohner dürften nach diesen Berichten dann nur noch während eines vorher festgelegten Zeitfensters und auf dem kürzesten Weg einkaufen gehen.

Keine Rücksicht auf Impfverweigerer

Lockdown in Deutschland - SNA, 1920, 17.12.2020
„Keine geeignete langfristige Strategie“: Kassenärzte-Chef rechnet mit Scheitern von hartem Lockdown
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung plädiert dafür, bei einer künftigen Lockerung der Corona-Maßnahmen auf Impfverweigerer keine Rücksicht zu nehmen. Wer sich bei breiter Verfügbarkeit eines Impfstoffes nicht impfen lassen wolle, müsse dann auch mit dem Risiko leben, an Covid-19 zu erkranken oder gar daran zu sterben, sagte KBV-Chef Andreas Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es könne nicht sein, dass der Rest der Gesellschaft dauerhaft auf Impfverweigerer Rücksicht nehmen müsse, betonte Gassen. Deshalb sollten nach seiner Ansicht die Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben werden, nachdem alle impfbereiten Menschen eine Impfung erhalten haben.

Drohnen-Bewaffnung ist notwendig und geboten sagt Wehrbeauftragte

Im Streit um die Bewaffnung der künftigen Bundeswehr-Drohne Heron TP hat sich die Wehrbeauftragte Eva Högl deutlich für das Rüstungsprojekt ausgesprochen. Sie verwies dazu auf den Schutz von Soldaten im Auslandseinsatz und erklärte, sie hielte es für richtig, noch in dieser Legislaturperiode zu entscheiden. Ihre Haltung ist unverändert. Sie halte es für notwendig und geboten, Drohnen auch zu bewaffnen, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die SPD-Fraktion hatte sich am Dienstag darauf geeinigt, das Thema noch mal ganz grundsätzlich diskutieren zu wollen. Damit ist es wohl für die verbleibende Regierungszeit der großen Koalition vom Tisch. Aus der Union wurde das heftig kritisiert.

Twitter will Falschmeldungen zu Impfungen löschen

Irreführende Tweets und gezielte Falschinformationen zu Impfungen gegen das Coronavirus will Twitter künftig mit Warnhinweisen versehen oder gleich ganz löschen. Diese Regelverschärfung kündigte der Konzern über den offiziellen Firmenblog an. Demnach sollen ab kommender Woche nicht nur Tweets entfernt werden, die Verschwörungstheorien zu Impfstoffen verbreiten wie jene, wonach die Präparate angeblich dazu gedacht seien, die Bevölkerung zu kontrollieren. Auch Falschbehauptungen zu vermeintlichen Gesundheitsschäden durch Impfungen, die wissenschaftlich widerlegt sind, oder die Leugnung jeglicher Gefahr durch das Virus sollen nicht länger geduldet werden.

Amnesty weist auf Polizeigewalt im Kampf gegen Corona hin

In vielen Ländern werden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Angaben von Menschenrechtlern mit unverhältnismäßiger Gewalt durchgesetzt. Polizeigewalt habe häufig zu Menschenrechtsverstößen geführt und manchmal die Gesundheitskrise noch verschlimmert, erklärte Amnesty International in einem heute in Berlin veröffentlichten Bericht. Dabei seien Menschen getötet oder schwer verletzt worden. Insgesamt listete Amnesty Fälle in 60 Ländern auf. Dem Bericht zufolge kam es zu massenhaften Festnahmen, rechtswidrigen Abschiebungen, Zwangsräumungen und aggressiven Maßnahmen gegen friedlich Protestierende. Regierungen hätten die Pandemie als Grund vorgeschoben, um Menschenrechte einzuschränken und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.

Allergische Reaktion auf Corona-Impfung in Alaska

Wegen einer allergischen Reaktion nach einer Corona-Impfung ist in Alaska jemand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Person aus der Stadt Juneau klagte zehn Minuten nach der Impfung über Atembeschwerden und Hautrötungen. Beides wurde während der empfohlenen Beobachtungsphase direkt nach der Spritze festgestellt. Die Person habe noch zur Beobachtung im Krankenhaus gelegen, ihr Gesundheitszustand sei stabil, teilte ein Sprecher des Gesundheitsamts in Alaska mit.
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