Deutschland verbraucht weniger Energie

© AP Photo / Czarek SokolowskiCO2-Emissionen (Symbolbild)
CO2-Emissionen (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.12.2020
Der Energiekonsum in Deutschland ist im ausgehenden Jahr nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) um 8,7 Prozent gegenüber 2019 auf 398,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten zurückgegangen. Gegenüber dem Rekordjahr 2006 bedeutet das ein Minus von einem Fünftel. Auch der CO2-Ausstoß ist gesunken.
Im Vergleich zu 2006, dem Jahr mit dem bisher höchsten Energieverbrauch in Deutschland seit der Wiedervereinigung, seien rund 21 Prozent weniger Energie verbraucht worden, geht aus der Bilanz hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Der Rückgang des Energiekonsums und die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien senkten auch die CO2-Emissionen. Diese gingen laut der AGEB um rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr um rund 80 Millionen Tonnen zurück.
Der geringere Energieverbrauch sei vor allem eine Folge der Corona-Pandemie. Aber auch langfristige Trends, wie die wachsende Energieeffizienz und der Ersatz von Kohle durch andere Energieträger hätten dazu beigetragen.
Stein- und Braunkohle lieferten den AGEB-Zahlen zufolge 2020 nur noch knapp 16 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Die Erneuerbaren steuerten fast 17 Prozent bei.
Die wichtigsten Energieträger blieben mit zusammen gut 60 Prozent Mineralöl und Erdgas. Auf die Kernenergie entfielen sechs Prozent. Kennzeichnend für die deutsche Energieversorgung bleibe damit ein breiter Energiemix, heißt es in der Analyse.
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