Razzia in Berlin wegen aus Bode-Museum gestohlener Goldmünze - Gold eingeschmolzen?

© AFP 2022 / MARCEL METTELSIEFENDie 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf” im Berliner Bode-Museum (Archivbild)
Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf” im Berliner Bode-Museum (Archivbild) - SNA, 1920, 16.12.2020
Einsatzkräfte der Polizei haben laut Medienberichten bei einer groß angelegten Razzia am Mittwoch in Berlin nach den Resten der im Frühjahr 2017 aus dem Bode-Museum gestohlenen 100 Kilogramm schweren Goldmünze „Big Maple Leaf“ gesucht.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden Wohnungen und Juweliergeschäfte wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei und der gewerbsmäßigen Geldfälschung durchsucht. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Münze eingeschmolzen und zu gefälschten Goldmünzen umgewandelt worden sein könnte.
„Die Chancen stehen 50:50, dass wir noch Reste der Goldmünze finden“, sagte ein Ermittler.
Die Beamten setzten 17 Durchsuchungsbeschlüsse an 14 Örtlichkeiten in Neukölln und Wedding durch.
Wie Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner sagte, gebe es derweil keine Festnahmen. Bei den Durchsuchungen sei aber eine Vielzahl von Beweismitteln beschlagnahmt worden, unter anderem weitere mutmaßlich gefälschte Münzen, Fälscherwerkzeug sowie ein fünfstelliger Geldbetrag, heißt es in einer Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin auf Twitter.

Diebstahl der großen Goldmünze aus dem Bode-Museum

Ein Museumseinbruch in Berlin im März 2017 hatte international für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals war die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf” aus dem Bode-Museum auf der Museumsinsel entwendet worden. Das Exemplar im Wert von 3,75 Millionen Euro bleibt bis heute verschwunden. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft vermuten die Ermittler, dass das wertvolle Stück eingeschmolzen wurde.
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