Lawrow zum Fall Nawalny: Dem Westen fehlen jegliche ethische Standards

© SNA / Pressedienst des Außenministeriums RusslandsRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto) - SNA, 1920, 16.12.2020
Mehrere Agenten des russischen Geheimdienstes sollen nach einem „Spiegel“-Bericht den Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny verübt haben. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat dem Westen im Zusammenhang mit dieser „Sensation“ mangelnde Ethik vorgeworfen.

„All diese Nachrichten sind lustig zu lesen, aber die Art und Weise, auf die diese Nachrichten vorgetragen werden, zeugen vom Fehlen jeglicher ethischer Standards bei unseren westlichen Partnern sowie von fehlenden Fähigkeiten normaler technologischer Arbeit und der Unwilligkeit internationale Rechtsnormen einzuhalten, wenn es um die Feststellung von Fakten geht“, sagte Larow in einer Pressekonferenz nach seinen Verhandlungen mit dem kroatischen Außenminister Gordan Grlić Radman in Zagreb.
Moskau sei daran gewöhnt, dass die USA und andere westliche Länder in den Medien einfach neue Anschuldigungen in Richtung Russland verbreiteten.
„Die Logik hier lautet wie folgt: Wir haben zum Beispiel neue Tatsachen public gemacht, die von den deutschen Geheimdiensten über die Vergiftung von Nawalny entdeckt wurden, und Moskau schweigt seit zwei Tagen. Wenn es schweigt, dann ist es schuldig. Für jeden vernünftigen Menschen ist meiner Meinung nach offensichtlich, dass dieser Ansatz minderwertig ist“, sagte der Minister.
Gregor Gysi (Die Linke) spricht über die Herausforderungen der Europäischen Linken in Zeiten europaweiter Rechter und sozialer Demontage, Wien, den 5. Oktober 2017. - SNA, 1920, 16.12.2020
„Am meisten stört mich...“: Gysi nimmt „Spiegel“-Story über mutmaßliche Nawalny-Attentäter aufs Korn
Am Montag hatte das deutsche Magazin „Spiegel“ , das gemeinsam mit den Investigativplattformen Bellingcat und The Insider sowie dem US-Nachrichtensender CNN recherchierte, ein Material veröffentlicht, in dem geschrieben steht, dass Nawalny Opfer eines Giftanschlags wurde, an dem mindestens acht Agenten des russischen Sicherheitsdienstes FSB teilgenommen haben sollen.
Laut „Spiegel“ hat das Rechercheteam nachgewiesen, dass die FSB-Agenten Nawalny auf mehr als 30 Flügen begleitet hätten. Dem Bericht zufolge war diese Gruppe schon vor dem Anschlag auf Nawalny an mehreren Tötungsversuchen beteiligt gewesen.
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