Halle bekommt erste Waffenverbotszone in Sachsen-Anhalt – Magdeburg soll folgen

© AFP 2022 / FREDERIC J. BROWNWaffenverbotzone (Symbolbild)
Waffenverbotzone (Symbolbild)  - SNA, 1920, 16.12.2020
In Halle ist die erste Waffenverbotszone in Sachsen-Anhalt eingerichtet worden. Wie die Polizei mitteilte, dürfen seit Mittwoch auf dem Riebeckplatz und angrenzenden Gebieten keine Waffen und Messer mit fester, mehr als vier Zentimeter langer Klinge getragen werden.
Als Waffen gelten alle Gegenstände im Sinne des Waffengesetzes, etwa Schusswaffen oder Schlagstöcke. Darüber berichtet die DPA. Laut Innenministerium ist das Ziel der neuen Regelung, gewalttätigen Konflikten mit Waffen entgegenzuwirken. In der Waffenverbotszone kann die Polizei verdachtsunabhängige Kontrollen vornehmen. Verstöße könnten mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Im benaсhbarten Leipzig gilt seit November 2018 eine Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße und angrenzenden Straßen. Das Verbot stieß immer wieder auf Kritik. Unter anderem wird die Wirkung der Zone in Frage gestellt und kritisiert, dass die Polizei ihre Befugnisse dadurch ausweitet.
Das Gebiet in Halle umfasst neben dem Riebeckplatz unweit des Hauptbahnhofes auch einen Teil der Leipziger Straße sowie angrenzende Freiflächen. Die Zone ist für Passanten mit gelben Schildern und Hinweisen kenntlich gemacht. Laut Polizei wurden innerhalb der vergangenen drei Jahre 24 Straftaten mit einem Messer im Bereich des Riebeckplatzes erfasst. In Magdeburg soll laut Innenministerium ebenfalls eine Waffenverbotszone entstehen.
Messer (Symbolfoto) - SNA, 1920, 16.12.2020
Deutsche Justiz lehnt härtere Strafen bei Messerangriffen ab
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