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Fast ein Drittel der Wiener hat keinen österreichischen Pass

© AFP 2022 / JOE KLAMARDer Stephansdom am Wiener Stephansplatz
Der Stephansdom am Wiener Stephansplatz - SNA, 1920, 16.12.2020
Die österreichische Hauptstadt ist durch Diversität geprägt: Laut dem jüngsten Integrationsmonitor der Stadt Wien haben rund 41 Prozent der Wiener eine „ausländische Herkunft“. Zudem hat fast ein Drittel der in Wien lebenden Menschen keinen österreichischen Pass.
Der Integrationsmonitor der Stadt Wien wurde am Mittwoch zum fünften Mal seit 2007 veröffentlicht. Er enthält Zahlen, Daten und Fakten zur Migration, Integration und Diversität in der Bundeshauptstadt. Die bis dato letzte Ausgabe wurde 2017 veröffentlicht.
Dem Bericht zufolge haben 30, 8 Prozent der Wiener keine österreichische Staatsbürgerschaft. Etwa 41 Prozent der Bewohner der österreichischen Hauptstadt haben eine „ausländische Herkunft“, rund 37 Prozent wurden im Ausland geboren. Der Großteil der Zuwanderer stammt aus dem EU-Raum. Die zahlenmäßig größte Gruppe mit ausländischer Herkunft sind weiterhin Serben.
Nach Angaben des Integrationsmonitors aus dem Jahr 2017 wurden 35 Prozent der Wiener im Ausland geboren. Die Zahl der Wiener mit einem ausländischen Pass betrug damals 27 Prozent und ist damit um knapp vier Prozent gestiegen.
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Außerdem sprechen laut dem Bericht 52 Prozent der Schülerinnen und Schüler kein Deutsch als Muttersprache. Daher setzt sich der Integrations- und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) für die Sprachförderung bereits ab dem Kindergarten ein.
Zudem stellen die Autoren des Berichts eine niedrige Einbürgerungsrate in Wien fest, die bei 0, 8 Prozent liegt, und sei damit „einer der niedrigsten Einbürgerungsquoten in der EU“.
Die Zuwanderung und die niedrige Einbürgerungsquote hat auch Auswirkungen: Aktuell dürfen 30,1 Prozent der Wienerinnen und Wiener ab 16 Jahren auf Bundes- oder Landesebene nicht wählen. Im Alterssegment zwischen 27 und 44 Jahren beträgt dieser Anteil sogar mehr als 40 Prozent.
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