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Trotz Impfstarts: Spahn rechnet mit Normalisierung von Corona-Lage ab Sommer

© REUTERS / DANIEL KARMANNGesundheitsminister Jens Spahn
Gesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 16.12.2020
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Trotz der offenbar baldigen Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in Deutschland rechnet der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit einer Normalisierung der Lage erst in einigen Monaten. Aber auch nach dem Impfstart ist die Einhaltung von Abstands- und Hygienevorschriften aus seiner Sicht eine Zeit lang erforderlich.
„Nur weil wir mit dem Impfen beginnen, sehr zeitnah jetzt nach Weihnachten, heißt das nicht, dass damit auch alle Regeln nicht mehr notwendig wären, sondern wir werden bis weit ins nächste Jahr hinein weiterhin auch diese Regeln brauchen“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview von RTL und ntv am Mittwoch.
Eine Rückkehr zur Normalität sei erst im Sommer möglich, betonte er:

Ab dem Sommer können wir Zug um Zug in die Normalität zurückkehren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn - SNA
Jens Spahn
Bundesminister für Gesundheit
Dann gebe es genug Impfstoff für alle, die sich impfen lassen wollen. „So lange werden wir weiterhin aufeinander aufpassen und damit auch intensivste und schwerste Verläufe reduzieren müssen“, so Spahn.
55 bis 65 Prozent der Bevölkerung müssten sich laut Spahn impfen lassen, um die Ausbreitung des Virus zum Erliegen zu bringen. Lokale Ausbrüche seien zwar, wie bei anderen Viren auch, noch möglich, aber nicht mehr eine solche Infektionsdynamik. Die Impfung bezeichnete er als ein „Gebot der Vernunft“.

„Die erste weltweit ordentliche Zulassung“

Die Zulassung in der EU sei die erste weltweit ordentliche Zulassung mit intensiverer Prüfung, die wichtig sei, „auch um Vertrauen in diesen Impfstoff zu gewinnen“, so Spahn weiter. Alle anderen Länder hätten bisher nur eine Notzulassung gewährt.
Corona-Pandemie in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 16.12.2020
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Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag angekündigt, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffs von Pfizer und Biontech vorlegen werde – acht Tage früher als ursprünglich geplant. In Großbritannien, den USA und Kanada wird der Corona-Impfstoff dank einer Notzulassung bereits verabreicht.
Zuvor hatte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, gewarnt, verschiedene Lockdown-Maßnahmen würden mindestens noch bis Ostern andauern müssen.
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