Corona-Tests für Reiserückkehrer nach Deutschland ab heute nicht mehr gratis

Hamburg  - SNA, 1920, 16.12.2020
Reiserückkehrer nach Deutschland aus Risikogebieten mit hohen Infektionszahlen im Ausland werden seit diesem Mittwoch für Corona-Tests zahlen müssen. Das folgt aus einer Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums.
„Asymptomatische Personen haben innerhalb von zehn Tagen nach Einreise Anspruch auf Testung, wenn sie auf dem Land-, See- oder Luftweg in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet mit erhöhtem Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aufgehalten haben“, heißt es im Dokument.
Dieser Anspruch sei am 15. Dezember ausgelaufen. Im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19 müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben.
Bisher konnten sich solche Urlauber gratis testen lassen, um eine bei der Rückkehr nach Deutschland verpflichtende Quarantäne zu verkürzen.

Verschärfung der Corona-Regelungen

Wie es weiter heißt, bekommen jene, die eine „vermeidbare Reise“ in Risikogebiete unternehmen, für die Zeit der Quarantäne auch keine Verdienstausfallentschädigung mehr.
Ausgenommen sind „außergewöhnliche Umstände“, darunter die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger.

Liste der Risikogebiete

Auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts steht unter anderem Russland (seit 15. Juni).
Über die Einstufung als Risikogebiet entscheiden das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat auf der Basis einer zweistufigen Bewertung.
Erstens wird festgestellt, in welchen Staaten es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. Zweitens wird nach qualitativen und weiteren Kriterien ermittelt, ob zum Beispiel für Staaten, die den genannten Grenzwert nominell über- oder unterschreiten, dennoch die Gefahr eines nicht erhöhten oder eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.
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