Zielobjekt US-Außenministerium? Russland erneut der „Cyberspionage“ bezichtigt – Medien

© Foto : U.S. Department of StateUS-Außenministerium in Washington (Archivbild)
US-Außenministerium in Washington (Archivbild) - SNA, 1920, 15.12.2020
Das US-Außenministerium, das Heimatschutzministerium und das Nationale Gesundheitsinstitut (NIH) sind von der „Cyberspionage“ Russlands betroffen, berichtet „Washington Post“ unter Berufung auf Experten.
Die Liste der Opfer der angeblichen Cyberspionage werde voraussichtlich noch wachsen und mehr Bundesbehörden sowie zahlreiche private Unternehmen umfassen, glauben Beamte und andere mit der Angelegenheit vertraute Personen, so die Zeitung.
Hinter der Spionage soll den Vorwürfen zufolge der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) stehen, dessen Attacken mindestens seit dem Frühjahr laufen. Die Zeitung nennt es eine monatelange „digitale Überwachungsoperation Russlands“. Cybersicherheitsexperten beschrieben die russischen Hacks als „ein durchgedachtes Stück Online-Spionage“, das nur wenige Hinweise auf das Eindringen in Netzwerke hinterließ. Außerdem sollen sich die Hacker auf „hochwertige Ziele konzentriert“ haben und nicht auf möglichst große Quantität.
Die Agentur für Cyber- und Infrastruktursicherheit (CISA) forderte am Montag alle auf, die etwas über diese Hacks wissen, sich an die Agentur zu wenden. Keine von betroffen Ministerien hat die Situation bis jetzt kommentiert.

Cyber-Spionage-Vorwürfe gegen Moskau

Am Montag wurde Russland vorgeworfen, den internen E-Mail-Verkehr in den US-Finanz- und Handelsabteilungen überwacht zu haben. Das Ministerium habe die Agentur für Cyber- und Infrastruktursicherheit und das FBI um Ermittlungen gebeten, so Reuters.
Hackerangriff (symbolbild) - SNA, 1920, 14.12.2020
Cyber-Spionage-Vorwürfe gegen Russland von US-Finanzministerium – Außenamt und Kreml dementieren
In einer Erklärung auf Facebook beschrieb das russische Außenministerium die Vorwürfe als einen weiteren unbegründeten Versuch der US-Medien, Russland für Cyberangriffe gegen US-Behörden verantwortlich zu machen.
Laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat Russland nichts mit dem Hackangriff zu tun. Präsident Wladimir Putin habe zuvor auch angeboten, auf dem Gebiet der Cybersicherheit zusammenzuarbeiten, aber keine Antwort von amerikanischer Seite erhalten, erinnerte Peskow. Sie dürfen „Russen so unbegründet nicht für alles verantwortlich machen, wir haben nichts damit zu tun“, zitierte seine Worte RIA Novosti.
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