Gesundheitsschutzbehörde besorgt über zunehmende Internetnutzung bei Jugendlichen

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Digitalisierung (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2020
Die übermäßige Mediennutzung nimmt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weiter zu. Die Behörde teilte am Dienstag in Köln mit, dass der Anteil junger Leute mit einer problematischen Internet- und Computerspielnutzung von 2015 bis 2019 nochmals gestiegen sei.
Diese Feststellung basiert auf den Ergebnissen der Drogenaffinitätsstudie 2019 der BZgA.
Mit Hilfe einer Skala wurden auf der Grundlage mehrerer Fragen Probleme bei der Nutzung von Internet und Computerspielen erfasst. Beispiele dafür seien Kontrollverlust (man verbringt mehr Zeit im Internet als beabsichtigt) und Entzugssymptome (man fühlt sich unruhig oder gereizt, wenn man das Internet nicht nutzen kann).
Bei den Jugendlichen (den 12- bis 17-Jährigen) hat sich der Anteil derer mit einer problematischen Internet- und Computerspielnutzung demnach in den Jahren 2015 bis 2019 von 21,7 auf 30,4 Prozent erhöht und bei den jungen Erwachsenen (den 18- bis 25-Jährigen) von 15,2 auf 23,0 Prozent. Die Anzahl derer, die nicht nur eine problematische Nutzung, sondern sogar eine Störung aufweisen, stieg von 5,7 auf 7,6 Prozent bei den Jugendlichen und von 2,6 auf 4,1 Prozent bei den jungen Erwachsenen.
Solche Anstiege waren bereits von 2011 auf 2015 beobachtet worden. Die Drogenaffinitätsstudie, deren Schwerpunkte Rauchen, Alkohol und illegale Drogen sind, untersucht seit 2011 auch Computerspiel- und Internetsucht.
Im Durchschnitt nutzen zwölf- bis 17-Jährige demnach 22,8 Stunden pro Woche Computerspiele und Internet und 18- bis 25-Jährige 23,6 Stunden pro Woche – und zwar rein privat, also nicht für Schule, Studium oder Arbeit.
Da die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits im Jahr 2019 befragt wurden, können die Beobachtungsergebnisse nicht auf die Corona-Pandemie im Jahr 2020 bezogen werden.

„Medien-und Internetabhängigkeit ist quasi die Droge der Zukunft“, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) laut der BZgA-Mitteilung. „Immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die digitalen Medien mehr als ihnen guttut“, betonte sie.

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