Duft- und Aromenhersteller Symrise: Teilweise Produktionsstop nach Hackerangriff

© AP Photo / Wilfredo LeeHackerangriff (symbolbild)
Hackerangriff (symbolbild) - SNA, 1920, 15.12.2020
Das auf Düfte und Geschmacksstoffe spezialisierte Unternehmen Symrise ist Opfer einer Cyber-Attacke geworden. Davon seien die Kommunikationssysteme des Unternehmens in Deutschland und weiteren Ländern betroffen, wie ein Symrise-Sprecher am Dienstag gegenüber Reuters sagte.
Produktionssysteme oder SAP-Technologien seien davon nicht berührt, hieß es weiter. Der Angriff sei am Wochenende festgestellt worden, nachdem Mitarbeiter IT-Probleme gehabt hätten.
Symrise habe vorsichtshalber seine Produktion in Teilen angehalten, andere Produktionsbereiche liefen aber weiter, sagte der Sprecher. Ihm zufolge ist die Produktion nicht vollständig heruntergefahren worden. Es gehe nun darum, die Kommunikationssysteme in Kürze wieder herzustellen. Symrise stehe im Austausch mit den Behörden und dem Landeskriminalamt.
Wie das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) zuvor berichtet hatte, habe eine Cyber-Attacke den Duft- und Aromenhersteller aus dem niedersächsischen Holzminden „lahmgelegt“. Die Arbeit an den Standorten sei nur sehr eingeschränkt möglich, große Teile der Produktion hätten vorübergehend eingestellt werden müssen, hieß es.

„Bei dem Hackerangriff handelt es sich um eine kriminelle Aktion unbekannter Täter mit erpresserischer Absicht“, zitierte die Zeitung eine Mitarbeiterinformation.

Die Aktien verloren zum Handelsauftakt in Frankfurt 1,6 Prozent.
Medien berichten immer häufiger über Cyber-Angriffe. Zuletzt war davon etwa die Europäische Arzneimittelbehörde EMA betroffen. Es wurde dabei auf Dokumente zu den Covid-19-Impfstoffen der Partner Biontech und Pfizer sowie von Moderna zugegriffen, die gegenwärtig auf eine Zulassung ihrer Impfstoffe warten.
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