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Corona-Bekämpfung: Spahn rechnet mit rund 60 Prozent geimpfter Bürger bis Ende Sommer

© REUTERS / DANIEL KARMANNGesundheitsminister Jens Spahn
Gesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 15.12.2020
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass bis Ende Sommer rund 60 Prozent der Bürger in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden. Wie er am Montag im ZDF-„Heute-Journal“ sagte, könne im Sommer mit einer solch großen Zahl an Impfdosen gerechnet werden, dass dann weite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten.
Laut Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung für die Bewältigung der Corona-Pandemie nötig.

Spahn sagte weiter: "Unser Ziel ist, dass es noch vor Weihnachten eine Zulassung gibt und dass wir dann auch noch in diesem Jahr beginnen können zu impfen, auch hier in Deutschland - entscheiden muss am Ende die (Europäische Arzneimittel-Agentur) EMA."

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten bei der EMA die Zulassung des Corona-Impfstoffs beantragt. Das Gutachten des Expertenausschusses soll spätestens bis 29. Dezember erstellt werden.
Stand heute sei für das erste Quartal mit zwölf bis 13 Millionen Impfdosen zu rechnen, so Spahn. Wenn es eine zusätzliche Zulassung von Astra Zeneca oder Johnson & Johnson in diesem ersten Quartal gäbe, „hätten wir auch zusätzliche Impfdosen verfügbar“.
Er könne jedenfalls versichern, dass Deutschland durch die Notfallzulassung des Impfstoffes in den USA keine Nachteile haben werde. „Wir haben Verträge als Europäische Union, Großbritannien hat Verträge, die Vereinigten Staaten haben Verträge – und jeder hat sich eben fürs erste Quartal in diesen Verträgen auch entsprechende Mengen gesichert.“ Von den EU-Verträgen werde nichts weggenommen oder früher woanders hin ausgeliefert, „das ist nicht der Fall“, betonte der Minister.
Zuvor hatte eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens IPSOS ergeben, dass 30 Prozent der Deutschen nicht bereit seien, sich impfen zu lassen. Einige befürchten, dass die klinischen Tests zu schnell durchlaufen, andere haben Zweifel wegen möglicher Nebenwirkungen. 15 Prozent sind skeptisch über die Wirksamkeit des Impfstoffs.
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