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Allianz mit Washington wegen US-Sanktionen „erschüttert“ – Türkischer Verteidigungsminister

© SNA / StringerTürkischer Verteidigungsminister Hulusi Akar (Archivbild)
Türkischer Verteidigungsminister Hulusi Akar (Archivbild) - SNA, 1920, 15.12.2020
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Laut dem türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar haben die US-Sanktionen gegen die Türkei alle Werte der Allianz zwischen den beiden Ländern „erschüttert“.
„Es ist klar, dass Sanktionen gegen ein Nato-Mitgliedsland nicht nur dem Geist des Bündnisses schädigen, sondern auch das Vertrauen zwischen den Verbündeten untergraben“, sagte Akar am Dienstag.
Laut Akar habe die Türkei „alle notwendigen Maßnahmen“ ergriffen und werde sie weiterhin ergreifen, um ihre Verteidigung gegen Luft- und Raketenbedrohungen zu gewährleisten.
Zudem forderte der türkische Verteidigungsminister die USA dazu auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, und betonte dabei vor allem, dass „die Rückkehr zur Zusammenarbeit und Solidarität mit den Vereinigten Staaten einen wichtigen Beitrag zum regionalen und globalen Frieden und zur Sicherheit leisten wird“.

Washington: Ankara bleibt ein „wertvoller Verbündeter“ der USA

Der US-Außenminister Mike Pompeo stellte klar, dass die Sanktionen in Übereinstimmung mit dem US-Gesetz von 2017 (CAATSA) eingeführt worden seien, das Embargos gegen jede Nation androht, die Waffen von Moskau kauft.
Türkische Flagge, Symbolbild - SNA, 1920, 15.12.2020
Nach US-Sanktionen: Türkische Opposition für baldigste In-Dienst-Stellung von S-400-Anlagen
Allerdings deutete Pompeo auch an, dass die Türkei „ein geschätzter Verbündeter und ein wichtiger regionaler Sicherheitspartner“ bleibe, und drückte die Hoffnung aus, dass die „jahrzehntelange Geschichte der produktiven Zusammenarbeit im Verteidigungssektor“ der beiden Länder fortgesetzt werde, sobald die Türkei „das Hindernis“ ihrer S-400 Raketenabwehrsysteme beseitige.
Das türkische Außenministerium teilte aber mit, dass die Begründung für die Sanktionen – („die S-400 Raketenabwehrsysteme seien eine Bedrohung für Flugzeuge und Verteidigungssysteme der USA und der NATO“) grundlos sei. Der russische Außenminister Sergej Lawrow nannte die Sanktionen hingegen „eine weitere Manifestation einer arroganten Haltung gegenüber dem Völkerrecht“ durch Washington.

US-Sanktionen gegen die Türkei

Am Montag hatten die USA gegen die Türkei wegen des Einsatzes des russischen Raketenabwehrsystems S-400 Sanktionen verhängt. Die Restriktionen seien laut dem US-Außenminister Mike Pompeo gegen das Direktorat der Verteidigungsindustrie (SSB) unter dem Amt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gerichtet.
Vorgesehen sei ein Verbot für alle US-Exportlizenzen und -genehmigungen für das Direktorat. Zudem würden die Vermögenswerte des SSB-Chefs Ismail Demir sowie anderer ranghoher Funktionäre in den Vereinigten Staaten eingefroren, so Pompeo.
Die Lieferungen von Flugabwehrsystemen S-400 aus russischer Produktion hatten Mitte Juli vergangenen Jahres begonnen und eine Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und den USA ausgelöst. Washington forderte, den Waffendeal mit Russland aufzugeben und stattdessen US-amerikanische Patriot-Systeme zu übernehmen.
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