Venezolanische Bootsflüchtlinge in der Karibik ertrunken – Opposition

© AFP 2022 / JUAN BARRETOCrewmitglied vom Hubschrauber der venezolanischen Küstenwache (Archivbild)
Crewmitglied vom Hubschrauber der venezolanischen Küstenwache (Archivbild) - SNA, 1920, 14.12.2020
Vor der Küste Venezuelas ist ein Boot mit Flüchtlingen gesunken. Die Küstenwache habe 19 Leichen geborgen, darunter auch Kinder. Dies teilte der venezolanische Oppositionspolitiker und Beauftragte für Flüchtlingsfragen bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), David Smolansky, am Sonntag mit.
Sie seien wegen der wirtschaftlichen und politischen Krise in Venezuela nach Trinidad und Tobago geflohen. Die dortigen Behörden hätten sie allerdings zurückgeschickt, hieß es in Smolanskys Mitteilung.
„Sie starben auf der Suche nach Freiheit und einer besseren Zukunft für ihre Familien“, schrieb die venezolanische Menschenrechtsanwältin Rocío San Miguel auf Twitter.
Venezuela steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Aus Mangel an Devisen und wegen zahlreicher US-Sanktionen kann es kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Bedarfsgüter des täglichen Lebens importieren. Laut einer Studie der katholischen Universität Andrés Bello leben 96 Prozent der Haushalte in Armut. Inzwischen haben Millionen Venezolaner ihre Heimat verlassen.
Zudem wird das einst reiche Land seit fast zwei Jahren von einem Machtkampf zwischen der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó gelähmt. Die UNO wirft den Sicherheitskräften schwere Menschenrechtsverstöße vor.
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