Smartphone-Spiel geht nach hinten los: Bub verballert über 16.000 Dollar

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Smartphone-Spiel - SNA, 1920, 14.12.2020
In den USA hat ein 6-jähriger Junge in einem Smartphone-Spiel virtuelle Güter in Höhe von mehr als 16.000 Dollar gekauft, wobei seine Mutter zunächst an einen Betrug geglaubt hat. Dies berichtet die US-Zeitung „New York Post“.
Demnach hatte Jessica Johnson aus der Stadt Wilton im US-Bundesstaat Connecticut im Juli kaum bemerkt, dass der jüngere ihrer beiden Söhne namens George für sein Lieblingsspiel „Sonic Forces“ Extras kaufte, die dem Jungen Spielvorteile garantieren konnten und den Zugang zu neuen Charakteren ermöglichten. Laut „New York Post“ hätte George allein am 9. Juli In-App-Käufe in Höhe von über 2.500 Dollar gemacht.
Allerdings hätte seine Mutter zunächst geglaubt, dass diese plötzlichen Abbuchungen von ihrem Konto ein Fehler oder sogar Betrug gewesen seien.
„Die Art und Weise, wie die Gebühren gebündelt waren, machte es fast unmöglich, herauszufinden, dass sie von einem Spiel stammten“, wird die Mutter von „New York Post“ zitiert.
Darum hätte sie zuerst eine Betrugsanzeige bei ihrer Bank eingereicht. Allerdings ergab diese Monate später, dass die Gebühren wirklich von ihr stammten. Danach hätte sich Jessica an Apple gewandt, um zu verstehen, woher die Rechnungen in der Gesamthöhe von 16.293,10 US-Dollar (13.400 Euro) eigentlich kommen. Die Apple-Manager hätten dann der Mutter eine „versteckte, laufende Liste mit allen Gebühren“ vorgewiesen, die laut Jessica ohne fremde Hilfe ganz schwer zu finden gewesen sei. Schließlich hätte sie auf dieser Liste das Logo des Lieblingsspiels von ihrem Sohn entdeckt.
Allerdings sei Apple nicht imstande gewesen, Jessica zu helfen, weil sie innerhalb von 60 Tagen nicht angerufen hätte.
„Der Grund, warum ich nicht innerhalb von 60 Tagen angerufen habe, ist, dass Chase mir sagte, dass es sich wahrscheinlich um Betrug handelt.“, wird Jessica von der Zeitung zitiert.
Im Moment gibt sich die Frau viel Mühe, um die Schulden zurückzuzahlen. Dabei empfiehlt sie anderen Eltern, die Sicherheitseinstellungen auf ihren Smartphones und Laptops zu überprüfen, wenn man diese den Kindern zum Spielen gibt.
„Diese Spiele sind darauf ausgelegt, völlig räuberisch zu sein und Kinder dazu zu bringen, Dinge zu kaufen. Ich bin entsetzt, dass dies überhaupt möglich ist und dass Apple-Geräte nicht so voreingestellt sind, dass sie dies verhindern“, wird die Frau von „New York Post“ zitiert.
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