"Saxo"-Chefökonom Jakobsen prophezeit: Biden wird in zwei Jahren zur „lahmen Ente“

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankProteste in den USA
Proteste in den USA  - SNA, 1920, 14.12.2020
Steen Jakobsen, Chefökonom der dänischen "Saxo Bank" und Autor der diesjährigen „Outrageous Predictions“, hat in einem Sputnik-Interview seinen Ausblick für das politische Leben in den USA unter Joe Biden ausgeführt.
Der Kurs von Biden, der vorläufigen Angaben zum neuen US-Präsidenten gewählt wurde, wird Jakobsen zufolge keine wesentlichen Änderungen in der Wirtschaftsagenda aufweisen. Es bestehe daher die Gefahr, dass er zu einer „lahmen Ente“ wird, wenn seine Partei bei den Zwischenwahlen in zwei Jahren verliert.
Lahme Ente (eng. - Lame duck) ist im amerikanischen politischen Slang der Spitzenname eines Präsidenten, der sein Amt bald verlässt, weil er die aktuellen Wahlen verloren hat oder sein Recht, für sie zu kandidieren, erschöpft ist.
„Wir wissen, dass der größte Teil seiner Regierung aus Anhängern von Barack Obama oder Hillary Clinton besteht. Keine dieser Regierungen hat Fortschritte bei der Bekämpfung der Ungleichheit und der Entwicklung der Wirtschaft erzielt“, meint Jakobsen.
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Keine Veränderungen

„Ja, Trump war schrecklich, Biden ist aber nicht besser. Seine Regierung wird nicht imstande sein, einen Fortschritt zu machen, sie wird im Strom treiben“, sagte der Ökonom weiter.
Es werde keine Veränderungen geben. Es sei ein wenig traurig, dass die USA keine politische Agenda vorantreiben können, fügte Jakobsen hinzu.
Gleichzeitig werde Biden die internationale Aktivität der USA wiederbeleben. „Die Beziehungen zu China werden nicht freundlich sein, er wird sich ‚auf der sicheren Seite‘ bewegen, ohne abrupte Bewegungen in Wirtschaft und Politik“, sagte Jakobsen.
Seiner Meinung nach besteht „ein großes Risiko, dass Biden eine lahme Ente wird und seine Partei die Wahlen in den Senat in zwei Jahren verliert“.
„Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Regierung im Stil von Jimmy Carter handeln wird: Turbulenzen, internationale Probleme, steigende Preise und die Unfähigkeit, mit der politischen Agenda fertig zu werden“, schloss Jakobsen.
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