Russlands Schwerlastrakete „Angara-A5“ meistert zweiten Teststart – Video

© Verteidigungsministerium  / Zur BilddatenbankStart der Schwerlastrakete "Angara-A5" vom Weltraumbahnhof Plessezk, 14.12.2020
Start der Schwerlastrakete Angara-A5 vom Weltraumbahnhof Plessezk, 14.12.2020 - SNA, 1920, 14.12.2020
Russlands Luft- und Weltraumstreitkräfte haben am Montag den zweiten Test der superschweren Trägerrakete „Angara-A5“ absolviert. Die Rakete mit einer Nutzlast-Attrappe startete am Montagmorgen vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordrussland.
Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, trennte sich zwölf Minuten nach dem Start der Orbitalblock von der dritten Stufe. Die gezielte geostationäre Umlaufbahn, wohin die Rakete gebracht werden soll, befindet sich in einer Höhe von etwa 36.000 Kilometern.

Technische Details

Bei den Raketen des Typs „Angara“ handelt es sich um Trägerraketenunterschiedlicher Klassen, darunter leichte Angara-1.2, mittelschwere Angara-A3, schwere Angara-A5, modernisierte Angara-A5M-Raketen sowie Superschwerlastraketen Angara-A5B.
Rakete Delta IV Heavy - SNA, 1920, 11.12.2020
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Die Trägerraketen Angara sind umweltfreundlich, da ihr Triebwerk Kerosin und flüssigen Sauerstoff statt des sehr toxischen 1,1-Dimethylhydrazins verbrennt. Die erste schwere Angara-Rakete wurde im Dezember 2014 getestet. Sie trug eine Nutzlast von zwei Tonnen an Bord. Insgesamt sollen im Rahmen der Testphase sechs Starts erfolgen.
Raketen dieses Typs sollen vom Weltraumbahnhof Wostotschny im fernen Osten Russlands ins All starten, der Russlands Raumfahrt vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan unabhängig machen wird. Die Tests erfolgen aber von Plessezk aus.
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