„Herr Biden weiß das“ – Iran will keine Verhandlungen über sein Raketenprogramm mit USA

© SNA / Alexej Druschinin / Zur BilddatenbankHassan Ruhani
Hassan Ruhani - SNA, 1920, 14.12.2020
Angesichts des Amtsantritts des designierten US-Präsidenten Joe Biden hat der Iran jegliche Verhandlungen mit der neuen US-Regierung bezüglich seines Raketenprogramms ausgeschlossen.
Laut dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani hätten die USA monatelang versucht, die Raketen-Frage mit dem Atomstreit zu verknüpfen.
„Das wurde zurückgewiesen - und Herr Biden weiß das sehr gut“, erklärte Rohani mit Blick auf den künftigen Amtsantritt von Joe Biden.
Zuvor hatte Biden eine Rückkehr der USA zum internationalen Atomabkommen nicht ausgeschlossen und angedeutet, dass dann umfassende Gespräche über die Raketenentwicklung im Iran und sein Vorgehen in der Region folgen könnten. Joe Biden wird am 20. Januar sein Amt antreten.
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Der Iran verfügt über eines der größten Raketenprogramme in der Region und bezeichnet es als wichtigen Teil einer Abschreckungs- und Vergeltungsstrategie. Der Westen betrachtet diese jedoch als eine Bedrohung der regionalen Stabilität. Die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA verschlechterten sich 2018 zusätzlich, als der US-Präsident Donald Trump einseitig aus dem Atomabkommen ausgetreten war, an dem auch Deutschland beteiligt ist. Trump versuchte anschließend durch Sanktionen, den Iran zu Zugeständnissen beim Atom- und Raketenprogramm zu zwingen.
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