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Nach Aussage im Wirecard-Ausschuss: SPD-Politikerin zeigt Wirtschaftsprüfer an

© AP Photo / Matthias SchraderWirecard-Logo an der Zentrale in München
Wirecard-Logo an der Zentrale in München - SNA, 1920, 14.12.2020
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Die SPD-Finanzpolitikerin Cansel Kiziltepe erstattet Anzeige gegen einen Wirtschaftsprüfer von EY, weil dieser eine widersprüchliche Aussage im Wirecard-Untersuchungsausschuss gemacht haben soll.
„Ich gehe davon aus, dass er vor dem Untersuchungsausschuss Wirecard falsch ausgesagt hat", sagte Kiziltepe am Montag.
Hintergrund ist ein Telefonat des Mannes mit der Wirtschaftsprüferaufsicht Apas.
Der Wirtschaftsprüfer hatte angegeben, in diesem Telefonat lediglich nach einem Ansprechpartner für die Rechtsabteilung gefragt zu haben. Mehrere andere im Ausschuss befragte Zeugen hätten dem aber widersprochen und ausgesagt, er habe sich nach einer Strafanzeige der Apas gegen EY-Wirtschaftsprüfer erkundigt.
Der Anwalt des Wirtschaftsprüfers wies den Vorwurf der SPD-Politikerin zurück. Es gebe inhaltlich keinen Widerspruch zu den von Kiziltepe angeführten Äußerungen eines Apas-Mitarbeiters. Somit liege „schon inhaltlich keine Falschaussage vor“. Außerdem sei eine Aussage im Untersuchungsausschuss erst dann abgeschlossen, „wenn dem Zeugen das Protokoll seiner Vernehmung übermittelt wurde und eine zweiwöchige Frist zur Anbringung etwaiger Korrekturen bzw. Ergänzungen verstrichen ist“. Dies sei nicht der Fall.

Wirecard-Skandal

Wirecard wickelt als Zahlungsdienstleister die bargeldlosen Geldflüsse zwischen Händlern auf der einen und Banken sowie Kreditkartenfirmen auf der anderen Seite ab. Weltweit beschäftigt der Konzern knapp 6000 Menschen.
Der Vorstand hatte für die Wirecard AG am 25. Juni einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Auslöser für den Insolvenzantrag war das Eingeständnis mutmaßlicher Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro, die das High-Tech-Unternehmen aus dem Münchner Vorort Aschheim an den Rand des Abgrunds getrieben haben.
Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Vorstandschef Markus Braun und weitere ehemalige und aktive Spitzenmanager. Das Münchner Amtsgericht hatte den Anwalt Michael Jaffé als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt, der nun zunächst die Überlebensfähigkeit des Unternehmens einschätzen muss.
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