Zeitung: Chinesische Familie exhumiert verstorbene Tochter für „Geisterheirat“

© AP Photo / Emilio MorenattiGrab (symbolbild)
Grab (symbolbild) - SNA, 1920, 13.12.2020
Eine Familie in der chinesischen Provinz Hebei hat die Leiche ihrer Tochter aus ihrem Grab exhumiert und ihren Körper für ein bizarres Verlobungsritual verkauft, berichtet „Daily Mail“ unter Verweis auf chinesische Zeitung „Orient Today“.
Kang Cuicui beging Selbstmord, nachdem sie sich 2008 mit ihrem Ehemann Li Zhong gestritten hatte. Li und seine Familie gaben dem Bericht zufolge 12.384 Euro für ihre Trauerfeier aus und kauften ihr einen goldenen Schmuck, um ihn im Grab zu tragen. Im November stellten sie jedoch fest, dass das Gold gestohlen worden war – ebenso wie die Leiche der Frau.
Eine Untersuchung der örtlichen Polizei ergab, dass Kangs Eltern ihr Grab ausgegraben und ihre Leiche für 80.000 Yuan (ca. 10.073 Euro) an eine andere Familie verkauft hatten, die bei einem Autounfall einen unverheirateten Sohn verloren hatte. Sie führten einen so genannten "Yin Hun", eine „Geisterheirat“, durch – ein altes chinesisches Ritual, um sicherzustellen, dass die Seelen einsamer Menschen auf der anderen Seite nicht allein sind.
Laut dem Bericht war Kangs Mutter verärgert über Lis Entscheidung, ihre Tochter in einem einsamen Grab zu begraben.
„Sie haben ihre Familiengräber verlegt und das Grab meiner Tochter dort gelassen“, sagte die Mutter. „Wenn ich ihr Grab nicht bewegen kann, muss ich sie da rausholen. Ich kann nicht zulassen, dass sie ein einsamer Geist in freier Wildbahn ist.“
Die lokale Tradition besagt, dass ein einziges Grab der Familie des Verstorbenen Unglück bringen kann, während eine „Geisterhochzeit“ sowohl für die Lebenden als auch für die Toten von Vorteil sein soll.
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