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Fragwürdige Wirecard-Aktiendeals: FDP-Finanzpolitiker hält Altmaier für mitverantwortlich

© REUTERS / MICHELE TANTUSSIPeter Altmaier (Archiv)
Peter Altmaier (Archiv) - SNA, 1920, 13.12.2020
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FDP-Finanzpolitiker und Mitinitiator des U-Ausschusses im Bundestag, Florian Toncar, hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Sonntag laut der Nachrichtenagentur dpa vorgeworfen, mitverantwortlich für fragwürdige Aktiendeals im Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal zu sein.
Altmaiers Ministerium habe vollkommen unbrauchbare Regeln für Mitarbeitergeschäfte bei der Wirtschaftsprüferaufsicht Apas aufgestellt, zitiert die Agentur Toncar.
„Doch selbst diese wurden nicht kontrolliert, das Ministerium hat der Apas quasi blind vertraut.“
Der Minister müsse Apas-Chef Ralf Bose umgehend entlassen, wenn er nicht selbst zu einer zentralen Gestalt im Wirecard-Skandal werden wolle.
Bose gerät im Fall Wirecard unter Druck. Während die Bundesbehörde die Arbeit des damaligen Wirecard-Bilanzprüfers Ernst & Young (EY) genauer unter die Lupe nahm, handelte der Apas-Chef mit Aktien des mittlerweile kollabierten Zahlungsabwicklers. Wie Bose nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in der Nacht zum Freitag berichtete, kaufte er am 28. April Aktien von Wirecard und verkaufte sie am 20. Mai wieder.
„Die Aktiengeschäfte von Herrn Bose sind keine Privatsache“, sagte Toncar der dpa.
Selbst verbotener Insiderhandel könne nicht ausgeschlossen werden. So habe sich Bose anders als andere Anleger von den Aktien getrennt, bevor sie wertlos geworden seien.

Wirecard-Eklat

Wirecard wickelte als Zahlungsdienstleister die bargeldlosen Geldflüsse zwischen Händlern auf der einen und Banken sowie Kreditkartenfirmen auf der anderen Seite ab. Weltweit beschäftigte der Konzern knapp 6000 Menschen.
Im Juni meldete Wirecard Insolvenz an. Auslöser für den Insolvenzantrag war das Eingeständnis mutmaßlicher Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro, die das Unternehmen aus dem Münchner Vorort Aschheim an den Rand des Abgrunds getrieben haben.
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Ex-Vorstandschef Markus Braun sitzt in Untersuchungshaft, Ex-Vorstand Jan Marsalek, der bei Wirecard für das operative Tagesgeschäft zuständig war, ist auf der Flucht. Der Untersuchungsausschuss soll klären, wie es zu dem Bilanzbetrug kommen konnte und welche Verantwortlichkeiten es bei den Behörden und in der Politik gibt. Laut den Ermittlern soll sich Wirecard jahrelang schöngerechnet und damit Anlegern und Banken Milliardenschäden zugefügt haben.
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