USA starten Corona-Impfkampagne: Impfstoffausgabe per Paketdienst

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Pharmaunternehmen (Symbolbild)  - SNA, 1920, 13.12.2020
Kurz nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer in den USA hat dort die Logistik für die Immunisierungskampagne begonnen.
Medienberichten zufolge soll am Sonntagmorgen (Ortszeit) die erste Ladung Impfdosen die Pfizer-Fabrik in Kalamazoo verlassen. Von dort aus werden die koffergroßen Container mit den ultratiefgekühlten Impfeinheiten in 145 Impfzentren im ganzen Land geliefert.
Die Lieferung, welche unter Kontrolle der sogenannten U.S.-Marshals verläuft, geht zuerst zu Frachtzentren der Paketdienste UPS und Fedex in Kentucky und Tennessee und dann per Flugzeug und Lkw zum Zielort. Laut den Medien sollten die Impfstoffdosen am Montag den Impfzentren übergeben werden.
UPS erklärte, die Auslieferung der Impfstoffe sei bereits seit Monaten vorbereitet worden. UPS und Fedex räumen der Fracht oberste Priorität ein.

Erster Corona-Impfstoff in USA zugelassen

Am Freitagabend (Ortszeit) hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Impfstoff des Mainzer Biotechunternehmens BioNTech und seines Partners Pfizer eine Notfallgenehmigung erteilt, welche laut der Behörde für Personen ab 16 Jahre gelte.
COVID-19 - Coronavirus Impstoff von Pfizer und Biotech - SNA, 1920, 11.12.2020
WHO soll demnächst Bewertung von Pfizer-Impfstoff vorlegen
Bis Ende des Monats sollen 2,9 Millionen Impfeinheiten verabreicht werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will spätestens bis zum 29. Dezember die Bewertung des Antrags der Unternehmen auf eine bedingte Marktzulassung abschließen.

Impfstoff von BioNTech/Pfizer

Am 9. November hatte das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech mitgeteilt, dass seine Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete. Der Befund basiere auf den Zwischenergebnissen der für eine Zulassung entscheidenden Studienphase.
Der Impfstoff BNT162b2 war von BioNTech im Projekt „Lighspeed“ (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Januar entwickelt worden. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-3-Studie begann ab Ende Juli in verschiedenen Ländern. Inzwischen haben mehr als 43.500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen bekommen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.
Das BioNTech-Präparat ist ein sogenannter RNA-Impfstoff. Es enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt – in diesem Fall das Oberflächenprotein, mit dessen Hilfe das Virus in Zellen eindringt. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.
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