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Nach 50 Jahren: Botschaft von US-Serienmörder „Zodiac-Killer“ decodiert – Medien

© AP Photo / Eric RisbergDer verschlüsselte Brief des „Zodiac-Killers“ an die Zeitung „San Francisco Chronicle“
Der verschlüsselte Brief des „Zodiac-Killers“ an die Zeitung „San Francisco Chronicle“  - SNA, 1920, 13.12.2020
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Ein Team von Kryptographie-Experten hat eigenen Angaben zufolge nach mehr als fünfzig Jahren Nachrichten des bis heute unbekannten Serienmörders „Zodiac-Killer“ aus den USA entziffert, der in den 1960er Jahren fünf Menschen getötet hatte.
Der „Zodiac-Killer“ wird für mindestens fünf Morde in Nordkalifornien verantwortlich gemacht, zwei weitere Opfer konnten ihm entfliehen – er selbst will 37 Menschen getötet haben.
In einem YouTube-Video am Freitag berichteten die drei Fachleute, dass sie eine der Nachrichten decodiert hätten, die der Mörder im November 1969 an die Zeitung „San Francisco Chronicle“ geschickt hatte. Demnach enthielt die Botschaft keine Hinweise auf dessen Identität. Vielmehr habe es sich um Prahlerei gehandelt.
Der „Zodiac-Killer“ soll unter anderem geschrieben haben: „Ich hoffe, Sie haben viel Spaß bei dem Versuch, mich zu fangen. Ich habe keine Angst vor der Gaskammer, denn sie wird mich um so eher ins Paradies bringen, weil ich jetzt genug Sklaven habe, die für mich arbeiten.“
In einer früheren Botschaft, deren Verschlüsselung einfacher zu lösen war, hatte der berüchtigte Mörder ähnliche Formulierungen genutzt: „Ich mag das Töten, weil es so viel Spaß macht“, hieß es darin. Wiederum bezog er sich auf „Sklaven“, die er angeblich sammelte, damit sie ihm im Jenseits dienten.
Eine weitere Passage, die „Das war nicht ich in der TV-Show“ lautet, passt auch zeitlich in die Ereignisse von vor 50 Jahren, denn die nun decodierte Botschaft wurde versendet, nachdem zwei Wochen zuvor ein Mann sich während einer Talkshow telefonisch als der „Zodiac Killer“ ausgegeben hatte.
Das Entschlüssler-Team besteht aus dem US-amerikanischen Webdesigner David Oranchak, dem australischen Mathematiker Sam Blake und dem belgischen Logik-Experten Jarl Van Eykcke. Es kostete sie jahrelange Arbeit und den Einsatz mehrerer Computerprogramme, um die aus Zahlen und Symbolen bestehende Botschaft zu entziffern. Die Bemühungen gelten laut ihnen den Opfern und Hinterbliebenen der Morde.

Die Chiffre

Der komplexe Code, der auch als „340er-Chiffre“ bezeichnet wird, weil er 340 Zeichen enthält, wird diagonal gelesen. Wenn der untere Rand erreicht ist, muss der Leser in der oberen, gegenüberliegenden Ecke weiterlesen. Experten zufolge wird diese Art der Codierung unter anderem in einem Handbuch der US-Armee aus den 1950er Jahren beschrieben.
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