Corona-Impfstoff für Tiere in Russland in Vorbereitung - Zeitung

© SNA / Kirill BragaCorona-Impfstoff (Symbolbild)
Corona-Impfstoff (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.12.2020
Ein Impfstoff gegen das Coronavirus bei Tieren befindet sich derzeit in Entwicklung und soll Ende Januar 2021 fertig werden, sagte der Leiter des Föderalen Dienstes für Veterinär- und Phytosanitäraufsicht (Rosselchosnadsor), Sergej Dankwert, am Freitag gegenüber der russischen Fachzeitschrift „Veterinär und Leben“.
Seinen Worten zufolge steht das Registrierverfahren noch bevor. Die Behörde sei schon bereit, die Produktion des immunbiologischen Präparats in großen Mengen zu genehmigen.
Bei Rosselchosnadsor gingen regelmäßig Bestellungsaufträge von russischen Tierzuchtbetrieben über die Lieferung des Covid-19-Vakzins für Tiere ein, sagte Dankwert. Es sei nämlich bekannt, dass Marderartige – Nerze und Iltisse – für diese Infektion besonders anfällig seien und einander anstecken könnten.
Nach Angaben der Aufsichtsbehörde werden in den russischen Tierzuchtbetrieben 97.200 Nerze, 50.900 Zobel und 6.900 Iltisse gehalten.
Inzwischen seien inoffizielle Aufträge aus den USA, der Europäischen Union und aus Singapur gekommen.
COVID-19 - Coronavirus Impstoff Sputnik V - SNA, 1920, 08.12.2020
Russland bereit zur Aufnahme der Produktion des Corona-Impfstoffs in Algerien
„Wir wurden über das Interesse verschiedener kommerzieller Strukturen in den USA, der Europäischen Union und in Singapur für den Impfstoff gegen Covid-19 für Tiere informiert, an dem unser Institut jetzt arbeitet“, so Dankwert.
Derzeit laufe die dritte Testphase für das Vakzin, sagte er. Das Präparat werde im Föderalen Zentrum für Tiergesundheitsschutz entwickelt, das Rosselchosnadsor untergeordnet ist. Der Impfstoff werde an Nerzen, Katzen und Nagetieren erprobt.
Auch Brasilien zeige Interesse für den Kauf von Testsystemen zur Erkennung des Krankheitserregers bei Tieren, sagte der Rosselchosnadsor-Chef.
Die Testsysteme zur Diagnose von Sars-CoV-2 bei Tieren seien im April 2020 im Föderalen Zentrum für Tiergesundheitsschutz geschaffen worden. Solche Diagnose-Sets, die von Zoos, Veterinärkliniken und Tierbesitzern gefragt sind, seien in 23 Regionen Russlands geschickt worden.

Skandal in Dänemark

Anfang November wurde in Dänemark wegen des Funds einer mutierten Version des Coronavirus die Tötung aller auf Farmen gehaltenen Nerze angeordnet. Betroffen waren auch gesunde Tiere. Die Entscheidung löste Empörung im Land aus, besonders bei den Farmbesitzern. Die Behörden beschlossen später, die durch das Corona-Virus bedrohten Tiere nicht zu töten, sondern zu versuchen, sie zu retten.
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