Helfen Rotwein und Käse gegen Alzheimer? Vier überraschende Funde aus neuer US-Studie

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Käse, Wein und Trauben  - SNA, 1920, 12.12.2020
Unsere Ernährung wirkt sich auf die kognitiven Fähigkeiten im Alter aus – aber wie genau? Forscher an der Iowa State University haben in einer neuen Studie eruiert, dass es bei der Gesundheit unseres Hirns nicht nur auf die üblicherweise angepriesenen Gemüse und Proteine ankommt.
Das Forschungsteam, angeleitet von dem Ernährungswissenschaftler Auriel Willette und dem Neurobiologen Brandon Klinedinst, analysierte Daten von 1787 Erwachsenen im Alter von 46 bis 77 Jahren aus Großbritannien. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "Journal of Alzheimer's Disease" veröffentlicht.
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Die Probanden mussten den sogenannten FIT-Test (Test für fluide Intelligenz) zur Bewertung ihrer Fähigkeit zum schnellen logischen Denken machen. Darüber hinaus füllten sie einen Fragebogen aus, der ihren Konsum von verschiedenen Lebensmitteln und Alkoholgetränken verzeichnete.
Bei der Auswertung der erhaltenen Daten konnten die Forscher vier besonders signifikante Schlussfolgerungen ziehen:
Käse erwies sich als das bei weitem bestschützende Lebensmittel gegen altersbedingte kognitive Störungen;
der tägliche Konsum von Alkohol, insbesondere Rotwein, ist mit einer Verbesserung der kognitiven Funktion verbunden;
wöchentlicher Verzehr von Lammfleisch (jedoch nicht von anderem roten Fleisch) verbessert den Ergebnissen zufolge langfristig die kognitiven Fähigkeiten;
übermäßiger Salzkonsum kann zwar schädlich sein, aber angesichts kognitiver Störungen sollen nur die Menschen auf ihre Salzaufnahme achten, die ohnehin in der Risikogruppe für Alzheimer sind.
„Ich war angenehm überrascht, dass unsere Ergebnisse darauf hindeuten, dass verantwortungsbewusstes Essen von Käse und tägliches Trinken von Rotwein nicht nur gut dazu beitragen, unsere aktuelle COVID-19-Pandemie zu bewältigen, sondern wohl auch helfen, mit einer immer komplexer werdenden Welt umzugehen, die sich nie zu verlangsamen scheint”, kommentierte der Hauptautor der Studie, Auriel Willette, die Ergebnisse gegenüber dem Fachportal „EurekAlert“.
Er räumte zugleich ein, dass weitere randomisierte klinische Untersuchungen notwendig seien, um den positiven Einfluss der Ernährungsanpassung auf menschliche kognitive Fähigkeiten festzustellen.
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