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Katholische Jugend schreibt Gott* mit Genderstern – und polarisiert Gemeinden und Politik – Medien

© CC0Christkind, Weihnachtskrippe, Symbolbild
Christkind, Weihnachtskrippe, Symbolbild - SNA, 1920, 12.12.2020
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Das Vorhaben der Katholischen Studierenden Jugend KSJ, das Wort „Gott“ künftig mit Genderstern zu versehen, löst in Deutschland laut Medienberichten hitzige Diskussionen aus. Während erste Gemeinden diese Idee aufgreifen, spricht die Politik von der „linken Ideologie“, die zum „Gender-Gaga“ wird.
„Viele ältere Gemeindemitglieder fanden das nicht gut“, berichtete KSJ-Bundesleiter Ozan Ardicoglu auf „Bild“-Anfrage. Doch es gäbe auch viel Zustimmung – von Jung und Alt. Man wolle sich für ein anderes Gottesbild stark machen und habe viele Zeichen ausprobiert. „Aber der Stern gilt als Zeichen für Vielfalt“, hieß es.
Die Kirche sollte sich „weiter öffnen“, dazu brauche es auch ein „offenes Gottesbild“. Erste Gemeinden stimmen diesem Ansatz anscheinend zu, griffen die Idee bereits auf. Im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow (Berlin) sei so das Geschlecht von Jesus infrage gestellt - von einem „Jesus* für alle“ sei die Rede, hieß es bei der „Bild“.
Die Politik reagierte jedoch befremdet auf die KSJ- Kampagne für ein anderes Gottesbild.
So sagte Hermann Gröhe, (CDU), Kirchenbeauftragter der Union, gegenüber der Zeitung: „In einer Zeit, in der uns allen Halt gut tut, rate ich uns, lieber dem ,Stern von Bethlehem’ zu folgen. Gottes MENSCH-Werdung ist seine radikale Zuwendung zu Menschen jeden Geschlechts.“
Auch CSU-Geschäftsführer Stefan Müller zeigte sich kritisch: „Manchen Entscheidern in der evangelischen Kirche ist offenbar nichts zu peinlich. Hier wird linke Gender-Ideologie zum Gender-Gaga. Von der evangelischen Kirche erwarte ich eigentlich, dass sie sich das Geschlecht des Christuskindes nicht ausdenkt, sondern sich an die Bibel hält, dort steht 'Maria gebar ihren ersten Sohn'.“

„Dann wird es aber schwierig mit dem Vaterunser!“

Auch auf Twitter halten sich begeisterte Reaktionen in Grenzen: „Wie kann man Gott so klein machen??“, schreibt ein User. Ein anderer meint: „Man kann auch gegen Klischees kämpfen und Bilder stürmen, die schon lange irrelevant sind. Gott wohnt im unsichtbaren Licht, wie die katholische Liturgie sagt, und damit ist mehr gesagt, als es Sternchen, Bildchen und Gendertraktätchen jemals möglich ist.“
„Dann wird es aber schwierig mit dem Vaterunser!“, schreibt ein weiterer Nutzer, ein anderer nimmt sich kein Blatt vor den Mund: „Ihr seid doch geisteskrank.“
Ein User wägt das Für und Wider ab: „Wir müssen ja nicht gleich von einem Extrem in das nächste Extrem auf der anderen Seite wechseln. Die Mitte wäre gut und da kann Gott einfach Gott bleiben.“
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