WHO soll demnächst Bewertung von Pfizer-Impfstoff vorlegen

© REUTERS / DADO RUVICCOVID-19 - Coronavirus Impstoff von Pfizer und Biotech
COVID-19 - Coronavirus Impstoff von Pfizer und Biotech - SNA, 1920, 11.12.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird laut der Chefwissenschaftlerin der Behörde, Soumya Swaminathan, in wenigen Wochen ihre Bewertung des COVID-19-Impfstoffs von Biontech und Pfizer vorlegen.
„Wir erwarten, dass die WHO-Kommission in den folgenden Wochen das Datenpaket von Pfizer überprüft und die Ergebnisse vorlegt“, sagte Swaminathan am Freitag in einem Briefing.
Ihr zufolge erhielt die WHO die Daten von mindestens zehn Impfstoffherstellern. Die WHO-Kommission werde diese überprüfen, sobald weitere Informationen über die Impfstoffe, die sich derzeit in der Phase-3-Studie befinden, verfügbar sind. Nach der Bewertung des Pfizer-Impfstoffs will die WHO in den folgenden Wochen auch die Impfstoffe von Moderna und dann AstraZeneca überprüfen.

Impfstoff von Biontech/Pfizer

Am 9. November hatte das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech mitgeteilt, dass seine Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete. Der Befund basiere auf den Zwischenergebnissen der für eine Zulassung entscheidenden Studienphase.
Der Impfstoff BNT162b2 war von der Firma im Projekt „Lighspeed“ seit Mitte Januar entwickelt worden. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-3-Studie begann ab Ende Juli in verschiedenen Ländern. Inzwischen haben mehr als 43.500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen bekommen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.
COVID-19 - Coronavirus Impstoff von AstraZeneca - SNA, 1920, 11.12.2020
AstraZeneca wird eine Komponente von „Sputnik V“ bei Tests des eigenen Corona-Impfstoffes verwenden
Das Biontech-Präparat ist ein sogenannter RNA-Impfstoff. Es enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt – in diesem Fall das Oberflächenprotein, mit dessen Hilfe das Virus in Zellen eindringt. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.
In der vergangenen Woche hatte Großbritannien als weltweit erstes Land den Corona-Impfstoff BNT162b2 von Biontech und Pfizer genehmigt. Damit bekamen die Briten früher grünes Licht für einen Impfstoff, als die EU und die USA. Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) beraten über eine Zulassungsempfehlung für den Impfstoff.
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