Rechtsextreme Polizei-Chats in NRW: Sieben Suspendierungen aufgehoben

© AFP 2022 / INA FASSBENDERPolizisten in NRW
Polizisten in NRW  - SNA, 1920, 11.12.2020
In der Affäre um rechtsextreme Chats bei der nordrhein-westfälischen Polizei sind weitere sieben Suspendierungen von Beamten aufgehoben worden. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Düsseldorf auf Anfrage. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet.
Nach Angaben der Zeitung konnten inzwischen 16 der zunächst 31 suspendierten Beamten aus Mülheim/Ruhr und Essen ihren Dienst wieder aufnehmen. In privaten WhatsApp-Gruppen der Beamten waren rechtsextreme Inhalte entdeckt worden.
Nach Angaben der Zeitung hatten die Beamten, deren Suspendierung nun aufgehoben wurde, selbst keine verfassungsfeindlichen Inhalte gepostet. Mitte November sprach NRW-Innenminister Herbert Reul von 173 Verdachtsfällen bei der nordrhein-westfälischen Polizei.

Rechtsextreme Auswüchse

Auf den beschlagnahmten Datenspeichern war bei Polizisten in NRW das unter Verbot stehende Horst-Wessel-Lied entdeckt worden. Des Weiteren stießen die Ermittler bei einem Polizeimitarbeiter auf Fotos von Weihnachtsbaum-Kugeln mit SS-Runen und „Sieg-Heil“-Aufschrift. Ein anderer Beamter soll Fotos mit einem Hakenkreuz gemacht haben, das aus Dienstmunition gelegt worden war.
Auf einem Video soll zu sehen sein, wie mehrere Mitarbeiter das Deutschlandlied plärren. Angaben zufolge ließ sich ein Beamter dabei fotografieren, wie er auf zwei Streifenwagen stehend den „Hitler-Gruß“ zeigt. Es sollen auch Musikdateien von rechtsradikalen Bands entdeckt worden sein.
Polizei in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 11.12.2020
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