Nord Stream 2: Russisches Rohrlegeschiff „Fortuna“ an Baustelle angekommen

© SNA / Alexey VitvizkzyNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 11.12.2020
Das russische Rohrverlegungsschiff „Fortuna“ hat sich der geplanten Baustelle der Pipeline Nord Stream 2 genähert.Dies belegen Daten des Schiffsverfolgungsportals MarineTraffic.
Das Schiff befindet sich derzeit etwa 70 Kilometer von Greifswald (dem Ausgangspunkt der Gasleitung) entfernt. Neben ihm befinden sich in der Ostsee drei Schlepper und zwei russische Versorgungsschiffe.
Zuvor wurde berichtet, dass die Fortuna an der Rohrleitung Nord Stream 2 im Flachwassergebiet von Aldergrund arbeiten wird.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat Anfang des Monats bestätigt, einen Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2 im deutschen Gewässer für Dezember genehmigt zu haben.

US-Widerstand und Moratorium-Forderung

Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 08.12.2020
Trotz US-Beteuerungen: Das ist das wahre Opfer im Streit um Nord Stream 2 – Experte
Vor einigen Tagen hatte die geschäftsführende US-Botschafterin in Berlin, Robin Quinville, in einem Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin „Handelsblatt“ mitgeteilt, dass das russische Projekt darauf abziele, „die Ukraine zu umgehen und Europa zu spalten“. Sie forderte Deutschland und die EU auf, ein Moratorium gegen den Bau zu verhängen, um ein „deutliches Zeichen“ zu setzen, dass „Europa das anhaltende bösartige Verhalten Russlands“ nicht länger hinnimmt.

Nord Stream 2

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.
Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im vergangenen Dezember Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin die Arbeit ein.
Offiziell teilte der Konzern Gazprom im August mit, dass er weiter zu seinen Plänen zum Weiterbau von Nord Stream 2 stehe und die dafür notwendigen Arbeiten erfülle. Das Unternehmen sei jedoch in der öffentlichen Preisgabe der Informationen beschränkt, unter anderem wegen des erheblichen Drucks, der auf das Projekt ausgeübt werde.
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