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Mutmaßlicher Ibiza-Drahtzieher in Berlin festgenommen: Strache will „rasche und restlose Aufklärung“

© AP Photo / Ronald ZakHeinz-Christian Strache (Archivfoto)
Heinz-Christian Strache (Archivfoto)  - SNA, 1920, 11.12.2020
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Der mutmaßliche Drahtzieher hinter dem Ibiza-Video ist am Donnerstag in Berlin-Pankow festgenommen worden. Das bestätigten die Staatsanwaltschaft Wien und die Berliner Polizei am Freitag. Der österreichische Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache zeigte sich erfreut und forderte rasche und restlose Aufklärung.
Der Privatdetektiv Julian H. war als Begleiter der angeblichen russischen Oligarchennichte zum Treffen mit dem damaligen FPÖ-Chef und späteren österreichischen Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache erschienen. Nachdem das Skandal-Video, das schließlich zum Sturz der österreichischen Regierung führte, publik geworden war, tauchte Julian H. unter. Laut der „Presse“ wird ihm neben der illegalen Herstellung von Ton- und Filmaufnahmen auch Handel mit Kokain zur Last gelegt.
Auf Facebook reagierte Ex-Vizekanzler Strache erleichtert:
„Ich freue mich über die Festnahme des kriminellen Drahtziehers der Ibiza-Falle (auch nach so langer Zeit) und hoffe nunmehr auf rasche und restlose Aufklärung und auch auf die Aufdeckung der weiteren Mittäter, Auftraggeber und Hintermänner!“
Die Verhaftung des Verdächtigen und seine bevorstehende Vernehmung würden „endlich Licht in diese verworrene Kriminalgeschichte bringen“, hofft auch der Fraktionsvorsitzende der FPÖ im Ibiza-Untersuchungsausschuss, Christian Hafenecker. Der Regierungspartei ÖVP unterstellt er, bisher wenig Interesse an der Aufklärung gezeigt zu haben.

Parteipolitische Interessen

„Jetzt wird sich die Möglichkeit bieten zu erfahren, welchen parteipolitischen Protagonisten das Video im Vorfeld der Veröffentlichung im Mai 2019 noch angeboten wurde und ob hinter der Veröffentlichung ebenfalls eine parteipolitische Interessenslage gestanden ist. Jetzt ist jedenfalls Zeit für Aufklärung und Transparenz. Die politische Taktiererei in dieser Frage sollte nunmehr der Vergangenheit angehören. Darum sind jetzt alle Fraktionen dringlich aufgerufen, den nunmehr festgenommenen Hauptverdächtigen so rasch wie möglich in den Untersuchungsausschuss zu laden, um hier aus erster Hand jene Informationen zu bekommen, die zur Klärung der politischen Verantwortung notwendig sind“, so Hafenecker.
Jan Krainer, SPÖ-Fraktionsführer im Ibiza-Untersuchungsausschuss, gratulierte den Behörden zum Ermittlungserfolg und äußerte die Hoffnung, „dass sich die Soko Tape mit der gleichen Ausdauer dem Hauptstrang des Ibiza-Komplexes widmet, nämlich der mutmaßlichen Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung“.
Laut der Wiener Staatsanwaltschaft müssen die deutschen Behörden nun über das Einleiten eines Übergabeverfahrens entscheiden.
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