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Wifo-Experten prophezeien massiven Einbruch für Wintertourismus in Österreich

© REUTERS / LISI NIESNERSpital am Semmering in Österreich
Spital am Semmering in Österreich  - SNA, 1920, 11.12.2020
Dem Wintertourismus in Österreich droht ein Buchungsrückgang von rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte die Agentur Reuters unter Verweis auf eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo mit.
Wegen der Reisewarnung für Österreich werden demnach viele Deutsche zu Beginn des Jahres 2021 nicht kommen.
Die Wintersaison 2019/20 war aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin verkürzt. Gegenüber dem vergangenen Winter sei mit einem Minus von rund 75 Prozent zu rechnen.
Derweil sei es jedoch unmöglich, eine genaue Einschätzung abzugeben, da die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens weder für das Inland noch für die wichtigsten Auslandsmärkte vorherzusehen sei, so das Wifo.
Home-Office (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.12.2020
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Hunderttausende Menschen in Österreich weiter im Homeoffice
Nach Angaben des Instituts würden im Januar und Februar alle aktuell bestehenden Reisewarnungen aufrecht bleiben. Damit werde die Auslandsnachfrage fast vollständig zum Erliegen kommen.
Erst im März und April sei mit einem relevanten Aufkommen ausländischer Gäste zu rechnen, heißt es. Auch die Inlandsnachfrage werde sich nur langsam beleben. Nach Prognosen des Wifo werden die inländischen Nächtigungen um fast drei Viertel zurückgehen, im Februar um etwa die Hälfte.

Österreichs Regierung verbietet Apres-Ski-Partys wegen Corona

Zuvor wurde mitgeteilt, dass es in den österreichischen Skigebieten in diesem Winter aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen keine sogenannten Apres-Ski-Partys geben werde.
Wie der Bundeskanzler, Sebastian Kurz, sagte, sollten Skifahren, Einkaufen, Essen gehen, Kultur und Wellness möglich sein.
Kurz kündigte strenge Regeln an, um einen sicheren Wintertourismus zu ermöglichen. So müsse etwa beim Anstellen bei einer Seilbahn ein Abstand von einem Meter eingehalten werden, in den Gondeln sei eine Alltagsmaske vorgeschrieben. Um ein Gedränge in Bars und auf Terrassen zu vermeiden, darf nur an Tischen im Sitzen gegessen und getrunken werden. Zudem wird die Sperrstunde in Vorarlberg, Tirol und Salzburg auf 22.00 Uhr vorverlegt. Skilehrer und Hotelangestellte sollen sich zudem regelmäßig auf das Virus testen lassen.

Teilweise Lockerungen in Österreich

Indes hat die österreichische Regierung nach einem dreiwöchigen harten Lockdown die Einschränkungen zu Wochenbeginn teilweise gelockert. Während die Skilifte des Landes ab dem 24. Dezember wieder öffnen dürfen, bleiben Gastronomie und Hotels noch bis 7. Januar geschlossen. Gäste aus dem Ausland sollen sich zudem in eine zehntägige Quarantäne begeben.
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