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Australien stoppt Corona-Impfstoff: Probanden plötzlich positiv auf Aids getestet - Wie geht das?

© AFP 2020 / WILLIAM WESTSoldaten gehen am 7. Dezember 2020 von einem Hotel in Melbourne aus, wo Australier, die aus Übersee zurückkehren, im Rahmen von Vorsichtsmaßnahmen gegen das Covid-19-Coronavirus unter Quarantäne gestellt werden.
Soldaten gehen am 7. Dezember 2020 von einem Hotel in Melbourne aus, wo Australier, die aus Übersee zurückkehren, im Rahmen von Vorsichtsmaßnahmen gegen das Covid-19-Coronavirus unter Quarantäne gestellt werden. - SNA, 1920, 11.12.2020
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Das australische Pharmaunternehmen CSL Limited und die Universität Queensland sollten die Entwicklung des eigenen Impfstoffs gegen Covid-19 abbrechen, nachdem einige Probanden nach der Impfung ein falsch-positives HIV-Ergebnis bekommen hatten. Wie konnte es dazu kommen und was hat Covid-19 bloß mit Aids zu tun?
Eine entsprechende Erklärung haben die Partner nach den Beratungen mit der australischen Regierung am heutigen Freitag abgegeben. Man verzichte auf weitere Tests in der zweiten und dritten Phase, weil die Antikörperantwort auf einen Bestandteil des Impfstoffs sich dann in falsch positiven HIV-Testergebnissen ergebe bzw. dieser Bestandteil einen „Fehlalarm“ einer HIV-Infektion auslöse.
Hiernach haben die australischen Behörden beschlossen, den Impfstoff unter dem Namen UQ-CSL v451 aus der nationalen Impfstrategie auszuschließen - 51 Millionen Dosen im Wert von einer Milliarde Dollar hätten es sein können. Bisher hat Canberra zehn Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer, 40 Millionen Impfungen von Novavex und 33,8 Millionen Impfungen von Astrazeneca und Oxford geordert. Nun sollen die Auslandsbestellungen ausgeweitet werden.

Warum überhaupt HIV?

Bei UQ-CSL v451 handelte es sich nicht um einen mRNA-, sondern um einen auf Proteinen basierten Impfstoff. Dabei haben die Forscher neben einem Covid-19-Spike-Protein und einer „molekularen Klammer“ auch ein Proteinfragment gp41 in den Impfstoff eingebaut. Dieses Protein komme auch bei HIV vor und werde als eine Art „Stabilisator“ genutzt. Es stelle „absolut kein Gesundheitsrisiko“ für die Menschen dar, versicherten die Entwickler. Dass solch ein Experiment jedoch zu einer entsprechenden Immunreaktion führen würde, war den Australiern offenbar schon länger bekannt. Vor diesen Risiken warnte etwa der australische Impfstoffentwickler Nikolai Petrovsky die Behörden schon Monate bevor der Vorvertrag abgeschlossen wurde. Er wies etwa darauf hin, dass das Problem mit dem Einsatz von HIV schon in den frühen Testphasen bei den „Hamster- und Mausdaten“ klar geworden sei, aber seine Hinweise seien ignoriert worden.

Neuartiges Coronavirus schon mal mit HIV verglichen

Der französische Virologe Luc Montagnier hatte etwa im Frühling für viel Aufruhr gesorgt mit der Vermutung, das Coronavirus Sars-CoV-2 könnte künstlicher Herkunft und überhaupt einer Manipulation unterzogen worden sein. Dem Covid-19-Erreger waren aus seiner Sicht durch die Molekularbiologen HIV-Teilchen zugegeben worden. Möglicherweise habe man einen Impfstoff gegen AIDS entwickeln wollen, so Montagnier. In einem Interview für das Portal „Pourquoi docteur“ meinte er noch, dieses Virus stamme aus dem Labor in Wuhan.
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Einzelne Kenner bestritten im Anschluss seine Version, darunter auch der bekannte russische Biologe Alexander Pantschin, Mitglied des Ausschusses der Russischen Akademie der Wissenschaften für den Kampf gegen Pseudowissenschaft. Um das zu begründen, hatte Pantschin das gesamte Sars-CoV-2-Genom mit den HIV-Genomen verglichen. Das Sars-CoV-2-Genom bestehe aus fast 30.000 Nukleotiden, seine Ähnlichkeit mit dem HIV dagegen liege im Durchschnitt bei 3,8 Paaren von ‘Inseln’ zwischen zufälligen Genomen, also innerhalb des Rauschenniveaus.
Die Hypothese von HIV-Sequenzen im Sars-CoV-2-Genom wurde bereits von Fachleuten eingehend untersucht, beispielsweise in einem Artikel der Zeitschrift „Emerging Microbes and Infections“ vom 14. Februar unter dem Titel „HIV-1 did not contribute to the 2019-nCoV genome“ - Deutsch: „HIV-1 hat nicht zum Genom von 2019-nCoV beigetragen“. Da ist ebenso implementiert, dass mutmaßliche HIV-Fragmente im Sars-CoV-2-Genom Fragmenten des Genoms anderer Coronaviren ähnlich sind.
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