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Verwaistes Kalb überlebt acht Wochen im Moor und freundet sich mit Wildschwein an

© CC0 / Jai79Eine Zebu-Kuh
Eine Zebu-Kuh - SNA, 1920, 10.12.2020
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Im Hohen Moor in der Nähe von Stade ist ein ungewöhnliches Paar gefunden worden: Ein verwaistes Zwergzebu-Kalb hat sich mit einem jungen Wildschwein angefreundet. Zwei Tierschützerinnen entdeckten das Duo mit Wärmebildkameras, welche sie auf der Suche nach dem vermissten Kälbchen aufgestellt hatten.
Diese Geschichte ähnelt einigermaßen dem berühmten Zeichentrickfilm „Bambi“. Das asiatische Zwergzebu-Kalb ist laut den Tierschützerinnen Susanne Lüdtke und Sabrina Menge vom Verein „Kitz und Co“ vor drei Monaten zusammen mit seiner Mutter namens Vicki von einer Züchterin im Harz nach Hagenah bei Stade verkauft worden. Während der ersten zwei Wochen sollten die beiden Tiere zusammen in einer Hürde bleiben, um sich an das neue Umfeld anzupassen. Jedoch verhielten sie sich unruhig und sind anschließend ausgebrochen und ins Moor geflüchtet, wie die Tierschützerinnen gegenüber der dpa berichteten.
Zahlreiche Versuche, die Tiere zu finden, blieben erfolgslos. Die Mutter Vicki sei dann zum Abschuss freigegeben und von einem Jäger geschossen worden. Das damals drei Monate alte Zwergzebu-Kalb war nun auf sich gestellt – genauso wie das Rehkitz „Bambi“ im Zeichentrickfilm. Die Tierschützerinnen und die Besitzerin gingen davon aus, dass das Kälbchen allein und ohne Milch nicht überleben werde und hätten dann die Suche aufgegeben.
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Doch im Herbst hatte ein Spaziergänger das Tier gesichtet und die Tierschützerinnen vom Verein „Kitz und Co“ informiert. Susanne Lüdtke und Sabrina Menge installierten dann zwei Wildtierkameras an der Sichtungsstelle und wollten das Tier mit Futter anlocken. Dies ist tatsächlich gelungen: Bald war das Kälbchen auf mehreren Aufnahmen zusammen mit einem kleinen Wildschwein zu sehen, mit dem es sich offenbar angefreundet hat.
Die Tierschützerinnen gehen davon aus, dass das Wildschwein ebenfalls ohne Eltern in der Gegend unterwegs gewesen sei. „Sie sind sehr vertraut miteinander umgegangen, sie haben sich wohl gegenseitig geschützt“, erzählt Susanne Lüdtke. Der Vorfall ähnle einer Vorweihnachtsgeschichte. Die Tierschützerinnen haben das Kälbchen nach eigener Aussage „Prinzessin“ genannt, der Frischling hat den Spitznamen „Wutz“ bekommen.
Insgesamt habe „Prinzessin“ etwa acht Wochen im Moor verbracht und sei inzwischen zurück bei seiner Besitzerin im Harz und 20 Zentimeter gewachsen. „Sie ist wesentlich kleiner als normal, hat in der Entwicklung einfach gelitten“, sagt Lüdtke. Der Frischling sei im Moor geblieben.
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