Ab in den Urlaub: Aber wohin eigentlich?

© AFP 2022 / DESIREE MARTINTourist kommt auf Teneriffa an
Tourist kommt auf Teneriffa an - SNA, 1920, 10.12.2020
Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und müsste eigentlich mit dem Weihnachstfest schön ausklingen. Für viele eine Gelegenheit, die Verwandten zu besuchen oder gar in den Urlaub zu fahren. Doch geht das überhaupt noch angesichts der Corona-Pandemie? Hier ein Überblick zu den wichtigsten Reiseinformationen.
Grundsätzlich ist das Reisen innerhalb Deutschlands nicht verboten. Aber: Die Bundesregierung ruft zum Verzicht auf nicht zwingend erforderliche Reisen auf.
Hotelübernachtungen zu touristischen Zwecken sind bis zum 10. Januar nicht gestattet.
Einige Bundesländer haben jedoch Ausnahmen für Familienbesuche an Weihnachten ermöglicht:
Berlin
Hessen
Hamburg
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Baden-Württemberg
Mecklenburg-Vorpommern
Schleswig-Holstein
Sachsen
Zu beachten sind die Corona-Regeln der jeweiligen Länder: Begibt man sich in einen Corona-Hotspot, so ist dort mit Ausgangsbeschränkungen und anderen härteren Regeln zu rechnen. Für Bayern gelten beispielweise in Regionen mit einer Inzidenz über 200 Ausgangsbeschränkungen.
Unklar ist auch noch, ob dort Übernachtungen im Hotel an Weihnachten möglich sein werden. Ministerpräsident Markus Söder sprach sich bereits für einen harten Lockdown aus.
Wer über die Feiertage seine Familie besuchen will, aber kein Auto zur Verfügung hat, kann auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen. Die Bahn kündigte bereits an, zusätzlich 100 Sonderzüge an den Tagen rund um Weihnachten einzusetzen.

Vielleicht Österreich oder Schweiz?

Wer Lust auf einen Skiuralub in Österreich hat, wird leider enttäuscht: Das Land hält seine Skigebiete geschlossen, alle Gaststätten und Hotels müssen bis zum 7. Januar auf Gäste verzichten. Für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten gilt zudem vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Davon betroffen ist auch Deutschland.
Allerdings öffnet die Schweiz Skigebiete unter Hygienauflagen. Zwar müssen sich dort Reisende aus Risikogebieten in eine zehntägige Quarantäne begeben. Doch deutsche Staatsbürger sind bislang davon ausgenommen und können uneingeschränkt in das Land einreisen. Das Auswärtige Amt hat die Schweiz jedoch zum Risikogebiet erklärt und rät von nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Nachbarland ab.

Urlaub in EU-Ländern

Grundsätzlich ist der Urlaub für Deutsche in EU-Ländern möglich. Damit die Reisenden einen Überblick über das Infektionsgeschehen in Europa haben, hat die EU eine sogenannte Corona-Ampel eingerichtet.
Danach ist die EU in grüne, orange und rote Zonen eingeteilt. Grau steht für Regionen, zu denen noch nicht genug Daten vorliegen. Zu beachten: Mittlerweile ist fast ganz Europa rot eingefärbt. Lediglich Island, Irland, weite Teile Norwegens und Finnlands sowie die Kanarischen Inseln sind gelb markiert.
Wer dennoch in ein Risikogebiet reist oder erst dort vor Ort von einer neu ausgesprochenen Reisewarnung überrascht wird, muss sich nach der Rückkehr nach Deutschland zehn Tage lang in Quarantäne begeben, kann sich aber ab dem fünften Tag frei testen lassen.

Spanien

Wer in Spanien sein Reiseglück versuchen möchte, sollte beachten, dass das Auswärtige Amt inzwischen für ganz Spanien eine Reisewarnung ausgesprochen hat. Einzige Ausnahme – die Kanarischen Inseln (Teneriffa oder Gran Canaria warten). Allerdings müssen einreisenden Touristen aus Risikogebieten in ihren Hotels einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.
Generell gilt: Vor der Einreise muss ein Online-Formular ausgefüllt werden, dann erhält man einen QR-Code, der bei der Einreise per Flugzeug vorzuweisen ist. Auch einen negativen Covid-19-Test müssen Einreisende aus Corona-Risikogebieten vorweisen. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Diese Verpflichtung gilt jedoch nicht bei der Einreise über den Landweg.

Italien

In Italien gilt nach wie vor der Notstand. Für die Weihnachtsfeiertage wurden die Einreisebedingungen noch einmal verschärft: Sowohl Touristen als auch Italiener, die zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar nach Italien reisen, müssen für 14 Tage in Quarantäne. Reisen zwischen den Regionen Italiens sind verboten, alle Skigebiete bleiben bis zum 6. Januar geschlossen.

Griechenland

In Griechenland gilt der Lockdown bis zum 7. Januar. Alle Läden außer Supermärkte, Apotheken und andere lebenswichtige Geschäfte sind geschlossen. Darüber hinaus gilt von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre. Auch tagsüber darf man seine Wohnung nur noch mit triftigem Grund verlassen. Die Hotels allerdings dürfen geöffnet bleiben.
Das Auswärtige Amt hat für weite Teile Griechenlands eine Reisewarnung ausgesprochen – letztere wurde für die Regionen Mittelgriechenland und Epirus inzwischen aufgehoben.

Türkei

Auch die Türkei gilt als Risikogebiet. Regional am stärksten betroffen sind die Großstädte Istanbul, Ankara und Izmir. Im ganzen Land gilt eine allgemeine Ausgangssperre von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Im gesamten Land sind alle Gastronomiebetriebe außer in Hotels, an Flughäfen sowie Bahnhöfen geschlossen und bieten nur Lieferservice bis 20.00 Uhr an.
Bei Einreise in die Türkei werden Temperaturmessungen durchgeführt. Die Türkei fordert für die Rückreise nach Deutschland die Vorlage eines negativen PCR-Testergebnisses. Der PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Eine Kontrolle erfolgt seitens der türkischen Behörden. Die Kosten müssen die Reisenden selbst tragen.

Fernreiseziele

Doch es gibt auch Reiseländer, die kein Risikogebiet sind und folglich mit keiner anschließenden Quarantäne verbunden sind. Allerdings liegen einige davon in weiter Ferne – wie zum Beispiel das afrikanische Namibia oder die im Indischen Ozean gelegene Inselgruppe der Seychellen.
Vertrauter wird den meisten wohl die Karibikinsel Kuba sein. Dort sind Urlauber verpflichtet, sich bei Ankunft am Flughafen einem Covid-19-Test zu unterziehen sowie eine Erklärung zu ihrem Gesundheitszustand abzugeben.
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