Russisches Rohrlegeschiff „Fortuna“ nähert sich dem nicht fertiggebauten Abschnitt von Nord Stream 2

© AP Photo / Bernd Wuestneck/dpa via APRohrverlegung beim Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
Rohrverlegung beim Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 10.12.2020
Das russische Rohrlegeschiff „Fortuna“, mit dem die Gaspipeline Nord Stream 2 fertiggestellt werden soll, hat sich nach einem kurzen Aufenthalt im Hafen Rostok in Richtung der Pipeline begeben und befindet sich im offenen Meer unweit der Ostsee-Halbinsel Zingst. Das folgt aus Daten des Schiffsverfolgungssystems MarineTraffic.
Am 5. Dezember hatte die „Fortuna“ den Hafen Wismar verlassen und Kurs auf Rostok genommen. Später am selben Tag hielt das Verlegeschiff im offenen Meer unweit von Wismar an. Am Mittwochnachmittag nahm die „Fortuna“ ihre Fahrt wieder auf und lag am Abend im Hafen Rostok auf Reede.
Zuvor gab das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) bekannt, dass die „Fortuna“ vom 5. bis 31. Dezember in der südlichen Ostsee eingesetzt werde. Die Arbeiten an der Pipeline würden im Gebiet zwischen flachem Wasser von Adlergrund und der Oderbank durchgeführt, so die Behörde.
Russischer Rohrverleger „Akademik Cherskiy“ im deutschen Hafen Mukran auf der Insel Rügen - SNA, 1920, 08.12.2020
Nord Stream 2: „Akademik Cherskiy“ nimmt Kurs auf Kaliningrad
Am Dienstag wurde mitgeteilt, dass sich das russische Rohrlegeschiff „Akademik Cherskiy“ vom nicht fertiggebauten Abschnitt von Nord Stream 2 entfernt und Kurs in Richtung Nordosten genommen habe.
Ende November hatte der Betreiber des Nord-Stream-2-Projekts - die Nord Stream 2 AG- mitgeteilt, dass die Verlegung der Rohre im Dezember in der ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands mit Einsatz eines Schiffs mit Ankerposition wieder aufgenommen werden solle. Diesen Anforderungen entspricht gerade der Rohrverleger „Fortuna“.

Nord Stream 2

Das Projekt Nord Stream 2 umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro. Sie ist zu 94 Prozent fertig.
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 07.12.2020
„Politische Aggression und illegaler Widerstand“ gegen Nord Stream 2
Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin die Arbeit ein. US-Politiker erwägen derzeit eine Erweiterung der Restriktionen.
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