Söder will kompletten Lockdown für drei Wochen, Kein Durchbruch bei Brexit-Handelspakt in Brüssel

© REUTERS / POOLBayerns Ministerpräsident Markus Söder (Passau, 03.12.2020)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Passau, 03.12.2020) - SNA, 1920, 10.12.2020
Söder will kompletten Lockdown für rund drei Wochen; Kein Durchbruch im Streit über Brexit-Handelspakt in Brüssel; Biden will traditionelle Bündnisse der USA wiederbeleben; Weitere Wirtschaftshilfen der EZB; Junge Leute haben Angst vor der Zukunft; SpaceX-Rakete bei Testlandung explodiert
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

Kein Durchbruch im Streit über Brexit-Handelspakt in Brüssel

Im Streit über den Brexit-Handelspakt geben sich die Europäische Union und Großbritannien eine letzte Frist bis Sonntagabend. Ein dreistündiges Gespräch von Premier Boris Johnson und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel brachte keinen Durchbruch. Vielmehr stellten beide Seiten anschließend große Differenzen fest. Trotzdem sollen die Verhandlungsteams sofort wieder zusammenkommen und versuchen, die Knackpunkte doch noch zu lösen. Aus britischen Regierungskreisen hieß es, es sei immer noch unklar, ob eine Einigung zustande komme.

Söder will kompletten Lockdown für rund drei Wochen

Bayern und Sachsen machen Druck für bundesweit noch schärfere Auflagen, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Für dringend notwendig halten dies auch Ärztevertreter, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Möglicherweise beraten Bund und Länder noch einmal über ein gemeinsames Vorgehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte im ZDF, dies könne wegen der Termine der Kanzlerin beim EU-Gipfel aber frühestens am Wochenende oder Anfang nächster Woche geschehen. Söder sprach sich für einen kompletten Lockdown von Weihnachten bis zum 10. Januar aus. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer äußerte die Hoffnung, mit den anderen Ländern zu gemeinsamen Ergebnissen zu kommen, verwies aber auf die schon im Freistaat beschlossenen Maßnahmen.

Biden will traditionelle Bündnisse der USA wiederbeleben

Der designierte US-Präsident Joe Biden will in seiner Außen- und Verteidigungspolitik die Rolle der Diplomatie stärken und traditionelle Bündnisse wiederbeleben. Das betonte Biden bei der Vorstellung seines Kandidaten für das Amt des Verteidigungsministers, Lloyd Austin, in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Die USA müssten sicherstellen, dass die Anwendung von Gewalt das letzte Werkzeug im Werkzeugkasten sei. Das letzte Mittel, auf das man zum Schutz der nationalen Sicherheit zurückgreife, nicht das erste.

Weitere Wirtschaftshilfen der EZB

Nach ihrer letzten Ratssitzung im laufenden Jahr verkündet die Europäische Zentralbank heute, ob sie ihre Wirtschaftshilfen mitten in der zweiten Corona-Pandemiewelle ausweitet. Analysten erwarten eine Aufstockung des 1,35 Billionen Euro schweren Notfall-Anleihekaufprogramms PEPP um weitere 500 Milliarden Euro sowie eine Verlängerung der Mindestlaufzeit über Juni 2021 hinaus. Auch weitere besonders günstige langfristige Kredite für Banken sind demnach möglich. Ende Oktober hatte die Zentralbank noch abgewartet und auf ihre angekündigte Konjunkturprognose verwiesen. Auf deren Grundlage wollte die EZB ihre geldpolitischen Instrumente soweit angemessen nachkalibrieren. Ausreichen wird das aus Sicht der Wirtschaft aber kaum. EZB-Chefin Christine Lagarde pocht deshalb auch auf eine schnellstmögliche Einigung der EU-Staaten beim umstrittenen Hilfspaket im Umfang von 750 Milliarden Euro.

Junge Leute haben Angst vor der Zukunft

Noch ist kein Ende der Corona-Pandemie in Sicht - viele junge Menschen erleben sie als Zeit großer psychischer Belastung. Knapp 46 Prozent der im Rahmen einer bundesweiten Studie befragten 15- bis 30-Jährigen stimmten der Aussage voll beziehungsweise eher zu, Angst vor der Zukunft zu haben. Besonders junge Menschen, die nicht mehr zur Schule gehen, klagten über Einsamkeit, finanzielle Sorgen und andere Nöte. Das sind erste Ergebnisse der Studie „JuCo 2“ des Forschungsverbunds „Kindheit - Jugend - Familie in der Corona-Zeit“.

SpaceX-Rakete bei Testlandung explodiert

Eine neue Rakete der Raumfahrt-Firma SpaceX ist nach einem Testflug bei der Landung explodiert. Aufgrund eines Problems mit dem Treibstoffsystem sei die Geschwindigkeit des unbemannten Flugkörpers beim Landeanflug zu hoch gewesen, teilte SpaceX-Gründer Elon Musk nach dem Test im US-Bundesstaat Texas auf Twitter mit und zeigte sich trotzdem zufrieden. Man habe alle Daten bekommen, die man brauche. Der „Starship“-Prototyp war zuvor in eine Höhe von rund 12,5 Kilometern aufgestiegen.
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