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BMW will Batteriezellen für E-Autos auch in den USA kaufen

© AFP 2021 / CHRISTOF STACHEBMW-Sitz in München
BMW-Sitz in München - SNA, 1920, 10.12.2020
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Der Fahrzeughersteller BMW will Batteriezellen für seine Elektro-Autos künftig jeweils vor Ort einkaufen und die Kosten bei der Produktion von Elektrofahrzeugen vor allem durch Druck auf seine Batteriezulieferer senken. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf den BMW-Einkaufsvorstand Andreas Wendt.
Demnach will das Unternehmen sämtliche Batteriezellen in Europa für die europäischen Autowerke, in Asien für die asiatischen „und in absehbarer Zeit auch in den USA“ einkaufen, sagte Wendt vor Journalisten in München.
Für die jüngste Generation des E-Antriebs habe BMW jetzt einen vierten Zelllieferanten in China gewonnen und mache sich damit unabhängiger von einzelnen Anbietern.
Heute importiert BMW die Zellen von Catl in China und Samsung in Südkorea. 2021 bekommt BMW Zellen von Samsung aus Ungarn, dazu 2022 von Catl aus Erfurt, 2023 von dem neuen Partner Eve-Power in China und 2023/24 von Northvolt aus Schweden.
Alle Batteriezellen für BMW würden ausschließlich mit Grünstrom produziert, auch in Asien – „das ist ein Alleinstellungsmerkmal“, betonte Wendt.
Nur „die Preise sind nach unserem Geschmack noch zu hoch“, sagte der Einkaufsvorstand. „Über den Daumen sind 100 Euro je Kilowattstunde als Zielgröße nicht ganz verkehrt.“ Das wäre nach Branchenangaben ein Preisrückgang um annähernd ein Drittel.
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Hebel für Kostensenkungen

Da die Batteriezelle beim E-Auto einen Großteil der Kosten ausmacht, liegt hier auch der größte Hebel für Kostensenkungen. Einen „Sprung“ erwartet Wendt mit der nächsten E-Antriebsgeneration, die zusammen mit der ersten elektrisch ausgerichteten BMW-Fahrzeugarchitektur 2025 eingeführt werden soll.
Mit Hilfe der angestrebten Kostensenkungen bei Zulieferern wolle BMW auch dafür sorgen, dass der eigene Wertschöpfungsanteil bei Elektrofahrzeugen langfristig nicht niedriger ausfalle als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, betonte die Nachrichtenagentur Reuters. Der Wertschöpfungsanteil der Lieferanten betrage traditionell rund 70 Prozent, sagte Wendt. Der Anteil steige zwar gegenwärtig aufgrund der teuren Komponenten für Elektrofahrzeuge, solle aber durch Einsparungen wieder auf das gewohnte Niveau verringert werden.
Um flexibel auf die Nachfrage nach E-Autos reagieren zu können, hat BMW mit seinen Lieferanten vereinbart, sich je nach Bedarf bis zu 20 Prozent mehr oder auch weniger Zellen liefern zu lassen. Ganz neue Feststoffbatterien dürften erst Ende des Jahrzehnts für die Autoindustrie in Frage kommen, sagte Wendt.
Nach Informationen von Reuters will der Autobauer die CO2-Emissionen je produziertem Fahrzeug in der Lieferkette von 2019 bis 2030 um 20 Prozent senken, obwohl der Wert wegen der energieaufwendigen Batterieherstellung eigentlich um 40 Prozent steigen würde.
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Für den Fall eines harten Brexits gut vorbereitet

Auf die Frage nach einem drohenden Handelschaos bei einem ungeordneten Ende der Brexit-Übergangsphase am 31. Dezember reagierte Wendt betont gelassen. Der Autobauer, zu dessen wichtigsten Produktions- und Absatzmärkten Großbritannien gehört, habe in Brexit-Fragen bereits Routine. „Wir sind sicher, dass wir das auch diesmal hinbringen würden, wenn's denn stattfindet“, zitiert Reuters den Einkaufsvorstand.
Für den Fall eines harten Brexits sieht er BMW gut vorbereitet mit Lagerbeständen und Transportmöglichkeiten. Es gebe keinen BMW-Zulieferer, bei dem es kritisch wäre.
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