Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet "Querdenken"-Bewegung

© AFP 2022 / YANN SCHREIBEREine Gesichtsmaske von der Initiative "Querdenken 711"
Eine Gesichtsmaske von der Initiative Querdenken 711 - SNA, 1920, 09.12.2020
Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die "Querdenken"-Bewegung. Dies teilte die Agentur dpa unter Verweis auf Sicherheitskreise mit.
Demnach hat das Landesamt "Querdenken 711" als Beobachtungsobjekt eingestuft. Die Gruppe, die seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Einschränkungen auf die Straße geht, radikalisiere sich und sei durch Extremisten unterwandert, hieß es.
Querdenken-Proteste vor dem Bundestag in Berlin, 18. November 2020 - SNA, 1920, 07.12.2020
Studie: Querdenker wählen Grüne und Linke und in Zukunft AfD
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte zuletzt vor dem zunehmenden Einfluss von Extremisten und Verfassungsfeinden in Reihen der "Querdenker" gewarnt, so die dpa. Die Bewegung speise sich aus Reichsbürgern, Selbstverwaltern, Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern, die die Demonstranten instrumentalisierten.
Zuvor war berichtet worden, dass der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Georg Maier, die Querdenker-Bewegung verurteilt hatte. Maier schätzt, dass ein Drittel von ihnen Rechtsextremisten sind. Es seien auch Impfgegner und Verschwörungstheoretiker dabei, bei denen die Grauzone hin zum Rechtsextremismus beginne, so Maier gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Verfassungsschutz müsse die „Querdenken“-Bewegung überprüfen, erklärte der SPD-Politiker.
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