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Venedig steht knietief unter Wasser – Videos

© AP Photo / Anteo MarinoniÜberschwemmung in Venedig
Überschwemmung in Venedig  - SNA, 1920, 09.12.2020
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Die Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Venedig ist am Mittwoch laut italienischen Medien wegen Problemen mit dem Dammsystem überschwemmt worden. Das Hochwasser in Venedig, darunter auch auf dem zentralen Markusplatz, stieg auf einen Pegel von 145 Zentimeter über dem Meeresspiegel und drang auch in den historischen Markusdom ein.
Wegen falscher Wettervorhersagen wurde die neue Hochwasserschutzanlage „Mose“ jedoch nicht eingesetzt. Indes warnen die Behörden nach Medienberichten davor, dass auch die Kapellen im Inneren der Basilika überschwemmt werden könnten, wenn das Wasser weiter steige.

Dammsystem erst seit Kurzem in Betrieb

Das Dammsystem wurde im Herbst in Betrieb genommen und besteht aus 78 beweglichen Schutzwänden an den Eingängen zur Lagune. Die Barrieren liegen bei normalem Wasserpegel am Meeresgrund, können jedoch innerhalb von 30 Minuten angehoben werden und einem Anstieg des Pegels von drei Metern standhalten.
Der Einsatz der Hochwasserschutzanlage müsse 48 Stunden im Voraus geplant werden. Die Verschlechterung des Wetters sei aber unerwartet eingetreten.

Notstand wegen Hochwassers vor knapp einem Jahr

Im November 2019 hatte Venedig die schlimmsten Überschwemmungen seit fast 150 Jahren verzeichnet. Die Regierung in Rom verhängte den Notstand über die Lagunenstadt. Das Hochwasser erreichte mit 1,87 Metern den höchsten Wert seit 50 Jahren. Unter normalen Umständen gelten 80 bis 90 Zentimeter als hoch, aber noch bewältigbar. Der Bürgermeister der Stadt, Luigi Brugnaro, schätzte den Schaden auf etwa eine Milliarde Euro.

Venedig

Venedig ist mit dem Mittelmeer verbunden, das wegen Verbindungen mit den Ozeanen über die Straße von Gibraltar und den Suezkanal eine besondere Dynamik hat. Im Vergleich zu den Ozeanmassen ist das Mittelmeer nicht groß. Veränderungen in den Ozeanen werden natürlich Folgen für Venedig nach sich ziehen, doch bislang gibt es wenig zuverlässige Prognosen über die Folgen für das Mittelmeergebiet. Nach Einschätzungen des Euro-Mittelmeerzentrums für Klimawandel wird der Wasserspiegel in der Adria bis 2050 mindestens um zehn Zentimeter steigen.
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