Systemisches Denken, Kreativität und Ethik: Wie IT-Spezialisten im Job erfolgreich durchstarten

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Digitalisierung (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.12.2020
Mehr als 40 internationale Projekte im Bereich digitaler Technologien für Schüler, Studenten, Pädagogen und junge Wissenschaftler wurden im Sommer 2019 weltweit im Rahmen des föderalen Projekts „Kader für Digitalwirtschaft“ gestartet.
Welche IT-Richtungen heutzutage junge Menschen besonders attraktiv finden und welche Länder sich für die russische Ausbildung interessieren, erzählte die Leiterin des Projekts „Künstliche Intelligenz“ der Nationalen Technologischen Initiative, Nadeschda Surowa.
- Welche Bereiche der Digitalwirtschaft wählen heutzutage Schüler und Studenten?
Wir wissen, dass die wichtigste Technologie heutzutage die Datenbearbeitung ist – Big Data und Künstliche Intelligenz (KI). Und natürlich wird das Land im technologischen Bereich überlegen sein, das als erstes eine Plattform entwickelt, die entsprechende Aufgaben lösen wird. Das sehen auch unsere Schüler und Studenten ein, und deshalb sind vor allem solche Berufe gefragt, die mit Data Science verbunden sind - und zwar in allen Wirtschaftsbranchen: im IT-Bereich und auch in den Geisteswissenschaften.
Es gibt inzwischen auch einen neuen Beruf: Datenbankarchitekt. Ein Datenbankarchitekt weiß, wie ein großer Marktplatz einzurichten ist, und kann technische Aufgabe für die Entwicklung von entsprechenden Diensten und Plattformen bestimmen.
- Welche Möglichkeiten bieten sich ausländischen Teilnehmern des Projekts „Kader für Digitalwirtschaft“ in Russland?
Die Ausbildung in Russland war immer qualitativ, und mittlerweile entscheiden sich unsere Universitäten zudem für eine neue, interessante Unterrichtsvorgehensweise: für gemeinsame Bildungsprogramme mit den Geschäftskreisen. Besonders wichtig ist das im IT-Bereich. Es ist wichtig, dass das Studium praxisorientiert ist, dass Studenten nicht nur studieren, sondern sich auch mit Praxisbeispielen in Unternehmen befassen.
Letztes Jahr, vor der Pandemie, sind wir fast um die ganze Welt gereist. Und wir beobachteten dabei, dass junge Menschen aus Amerika oder Singapur an einer systemischen Ausbildung in Russland interessiert sind. Besonders groß ist das Interesse für die russische Ausbildung im IT-Bereich in China. Dort liebt man die russische Sprache sehr.
Vorwärts in die Zukunft: Wie sich Bildung im digitalen Zeitalter verändert - SNA, 1920, 08.12.2020
Vorwärts in die Zukunft: Wie sich Bildung im digitalen Zeitalter verändert
- Welche Anforderungen hat der Markt an das Personal für die Digitalwirtschaft?
Der Mensch der Zukunft muss drei äußert wichtige Kompetenzen aufweisen. Erstens geht es um systemisches Denken und Kenntnisse, die sich genau auf eine Universitätsausbildung stützen. Zweitens geht es um Kreativität und die Fähigkeit, völlig neue, ungewöhnliche Produkte an der Schnittstelle verschiedener Technologien zu entwickeln. Und drittens geht es um Verantwortung und Ethik. In der neuen Welt wird die Ethik eines der wichtigsten Elemente bei der Entwicklung eines zielbewussten Menschen sein.
- Welche Aufgaben im Kontext der Digitalisierung haben Sie in der nächsten Zeit zu erledigen?
Die wichtigsten Aufgaben bestehen darin, neue Technologien zu popularisieren und für jeden Bürger Russlands zugänglich zu machen. Sie sollten dem digitalen Profil entsprechen; die Menschen sollten immer etwas Neues lernen und sich entwickeln – und begreifen, dass wir nur gemeinsam als Bevölkerung das wichtigste Ziel erreichen können: die technologische Überlegenheit Russlands sichern und eine digitale Supermacht aufbauen, auf die wir und unsere Kinder stolz sein können.
Zu den wichtigsten Instrumenten bei der Umsetzung des Zuschuss- und Projektprogramms „Digitalwirtschaft“ der Föderalen Agentur für Angelegenheiten der GUS-Staaten und der im Ausland lebenden Landsleute (Rossotrudnitschestwo) im Rahmen des föderalen Projekts „Kader für Digitalwirtschaft“ wurden in den Jahren 2019 und 2020 Online-Seminare für Schüler und Lehrer, Studenten und junge Wissenschaftler. Im Sommer 2019 startete Rossotrudnitschestwo mehr als 40 internationale Lernprojekte für Lehrer und Schüler weltweit, an denen bereits mehr als 100.000 Menschen aus 92 Ländern teilgenommen haben. Nach dem Ausbruch der Pandemie 2020 wurden diese Erfahrungen erfolgreich weiterentwickelt.
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