Erdogan verurteilt „rassistische Äußerungen“ gegenüber Co-Trainer des türkischen Fußballclubs

© SNA / Pamil SitdikovDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Archivfoto)
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Archivfoto)  - SNA, 1920, 09.12.2020
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch auf Twitter das Vorgehen des Vierten Offiziellen Sebastian Coltescu, der bei einem Champions-League-Spiel in Paris den Co-Trainer des türkischen Teams Pierre Webó rassistisch beleidigt haben soll, verurteilt.
„Ich verurteile ausdrücklich die rassistischen Äußerungen gegenüber Pierre Webo vom technischen Team ‚Istanbul Basaksehir‘. Ich glaube, dass die UEFA notwendige Schritte unternehmen wird“, twitterte Erdogan.
Dabei fügte er hinzu, dass die Türkei gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport und in allen Lebensbereichen auftrete.

Türkische Mannschaft verlässt bei Champions League Spielfeld

Bei einem Champions-League-Spiel in Paris war es am Dienstag zwischen dem französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain und Basaksehir aus Istanbul zu einem Eklat gekommen: Der Co-Trainer des türkischen Teams, Pierre Webó, soll rassistisch beleidigt worden sein.
Der Vierte Offizielle Sebastian Coltescu hatte Schiedsrichter Ovidiu Hategan, beide aus Rumänien, offenbar über ein Vorgehen informiert, das am Spielfeldrand stattgefunden habe.
Rassismus-Eklat bei Champions League in Paris, 8. Dezember 2020 - SNA, 1920, 08.12.2020
Rassismus-Eklat bei Champions League: Türkische Mannschaft verlässt Spielfeld
Im Zuge dessen soll der Vierte Offizielle den Co-Trainer des türkischen Meisters, Pierre Webó, rassistisch beleidigt haben. Webó beschwerte sich vehement - und sah dafür die Rote Karte.
Übereinstimmenden Berichten zufolge soll der Vierte Offizielle Coltescu dem Schiedsrichter angedeutet haben, dass der „Negru“ vom Platz müsse. „Negru“ heißt auf Rumänisch schwarz. Der Vierte Offizielle hatte sich in einem Streit mit Basaksehir-Spieler Demba Ba (Ex-Hoffenheim) mit dieser Übersetzung rauszureden versucht. Demba Ba machte daraufhin laut deutlich, dass es so oder so rassistisch sei. Schließlich sage man ja auch nicht, dass „der Weiße“ vom Platz müsse.
Nach dem Eklat verließ Basaksehir das Feld. Paris zeigte sich solidarisch und ging ebenfalls vom Platz. Das Spiel soll laut Medienberichten aber fortgesetzt werden.
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