Drosten für Lockdown über die Feiertage, Abschiebestopp nach Syrien wird nicht verlängert

© AFP 2022 / MICHAEL SOHNDer deutsche Virologe Christian Drosten
Der deutsche Virologe Christian Drosten - SNA, 1920, 09.12.2020
Abschiebestopp nach Syrien wird nicht verlängert; Trump-Lager erleidet in Wahlstreit Niederlage vor Gericht; Drosten für Lockdown über die Feiertage; Virologen sollten mit einer Stimme sprechen; Wettbewerbsklage gegen Facebook; Fünf Tote bei Helikopterabsturz in Frankreich
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

Abschiebestopp nach Syrien wird nicht verlängert

Der Ende des Jahres auslaufende Abschiebestopp für Syrien soll nach Angaben des bayerischen Innenministers, Joachim Herrmann, nicht verlängert werden. Es werde keinen Beschluss für eine weitere Verlängerung des Abschiebestopps nach Syrien geben. Darüber seien sich die Innenminister der Union einig, sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur. Auch Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen hält die Debatte über die Frage einer Abschiebung von Mehrfach-Straftätern auch nach Syrien für notwendig. Die Koalition in Brandenburg sei sich einig, dass vollziehbar ausreisepflichtige Intensivtäter prioritär abgeschoben werden sollten, sagte er.

Trump-Lager erleidet in Wahlstreit Niederlage vor Gericht

Das Lager von Donald Trump hat im juristischen Kampf gegen die verlorene Präsidentenwahl eine weitere Niederlage einstecken müssen - dieses Mal vor dem Obersten Gericht der USA. Der Supreme Court in Washington wies einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung zurück, mit der der Republikaner Trump und seine Anhänger den Sieg des Demokraten Joe Biden im US-Bundesstaat Pennsylvania kippen wollten. Trump behauptet seit der Wahl vom 3. November, dass ihm der Sieg durch massiven Betrug genommen worden sei. Weder er noch seine Anwälte konnten dafür bislang überzeugende Belege vorbringen.

Drosten für Lockdown über die Feiertage

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich der Virologe Christian Drosten für eine schnelle Verschärfung der staatlichen Auflagen ausgesprochen.
„Es ist schon so, dass wir jetzt unbedingt etwas tun müssen“, sagte er gegenüber dem NDR.
Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Weihnachtszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen führe. Werde jetzt nicht nachreguliert, drohe Ende Januar und sogar über den Februar hinaus ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft.

Virologen sollten mit einer Stimme sprechen

Virologen sollten nach Ansicht der Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Katja Becker, öfter mit einer Stimme sprechen.
„Wenn Sie zehn Virologen eine Frage stellen, erhalten Sie unter Umständen mehrere verschiedene Antworten“, sagte Becker der Deutschen Presse-Agentur in Bonn.
Das sei allerdings auch verständlich, denn die Antworten hingen vom fachlichen Erfahrungshorizont der Gefragten ab und repräsentierten die so wichtige Vielstimmigkeit einer wissenschaftlichen Community. Wünschenswert wäre es aber gerade in der aktuellen Pandemie-Situation, wenn die Wissenschaftler zunächst untereinander diskutieren und sich dann auf eine gemeinsame Linie verständigen würden.

Wettbewerbsklage gegen Facebook

Die US-Regierung und mehr als 40 Bundesstaaten stehen laut einem Zeitungsbericht kurz davor, Facebook mit dem Vorwurf unfairen Wettbewerbs zu verklagen. Der Vorstoß werde bereits für heute vorbereitet, schrieb die „Washington Post“ unter Berufung auf informierte Personen. Dabei sollen unter anderem die Übernahmen des Fotodienstes Instagram und des Chatdienstes WhatsApp angeprangert werden, hieß es. Die Deals zeigten, wie das weltgrößte Online-Netzwerk Gefahren durch Wettbewerber neutralisiert und die Nutzer um Alternativen gebracht habe, laute das Argument.

Fünf Tote bei Helikopterabsturz in Frankreich

Bei einem Hubschrauberabsturz in der französischen Alpenregion Savoyen sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Präsident Emmanuel Macron auf Twitter mit. Ein verletzter Mensch kämpfe um sein Leben, schrieb Macron weiter. Sie hätten alle dieselbe Verpflichtung geteilt - Leben retten, erklärte Premier Jean Castex. Der Hubschrauber war in der Nähe der Gemeinde Bonvillard verunglückt. An Bord waren zwei Helfer der Alpenrettung sowie vier Mitarbeiter der Luftrettung.
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